2008 - 2011 - W.I.B.K.E. e.V. | Werneraner Integrieren Behinderte Kinder und Erwachsene

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10.07.2011



Tagesordnungspunkt 1 der letzten Behindertenbeiratsitzung war das Wohnprojekt „Am Heckhof”. Der Beirat ließ sich durch ihr Mitglied, dem Quartiersmanager Wolfgang Bille (2. v. r.), Fragen zum Entwicklungsstand beantworten und wurde von ihm durch das Projekt geführt. Die Sitzung wurde anschließend im Stadthaus weitergeführt, wo die weiteren Tagespunkte wie z.B. die Umsetzumg der UN-Konventionen, als auch die Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung, diskutiert wurden.     ■ Foto: privat
(Zeitungsartikel aus WERNE AM SONNTAG)

31.05.2011
Aus Werne für Werne
Grunewald und W.I.B.K.E. holen St.Christophorus beim Wohnprojekt ins Boot
Ambulante Pflege sichert Rufbereitschaft - Nachfrage bestätigt das Modell
Projektpartner am Heckhof

Projektpartner am Heckhof: Bauherr Dieter Grunewald (v.l.), W.I.B.K.E.-Quartiermanager Wolfgang Bille, Dagmar Wenner (W.I.B.K.E.), St.-Christophorus-Geschäftsführer Michael Goldt, Michaela Jörling-Hahn (W.I.B.K.E.), Pflegedirektor Ludger Risse, Bauherr Jürgen Grunewald und Pflegeleiterin Claudia Heiermann mit der Vereinbarung. ■ Foto: Hillebrand

WERNE ■ „Das ist die Wohnform der Zukunft, wenn man sich ansieht, wie sich Familiensituationen entwickeln und die Hilfebedürftigkeit zunimmt. Da war es für uns keine Frage, dass wir hier einsteigen.” Dieses Kompliment an die Investoren Grunewald und den Verein W.I.B.K.E. schickte Pflegedirektor Ludger Risse vorweg, ehe der ambulante Pflegedienst St.Christophorus sich als offizieller Partner des integrativen Wohnprojekts am Heckhof verpflichtete.
 Geschäftsführer Michael Goldt, Pflegeleiterin Claudia Heiermann und Ludger Risse machten sich gestern bei einer Besichtigung ein Bild vom Baufortschritt, ehe sie die Rahmenvereinbarung mit der Behinderteninitiative unterzeichneten.
 Damit übernimmt der ambulante Pflegedienst des Werner Krankenhauses ohne verpflichtende Bindung für die Bewohner die 24-Stunden-Rufbereitschaft für das Haus mit 29 Wohnungen und das umliegende Wohnviertel und baut für das Quartier ein Service- und Beratungsangebot auf. Mit Bezug des Objekts im November wird rund um die Uhr eine Pflegekraft im Haus erreichbar sein. Zu welchen Bedingungen die Nachbarn die Dienste in Anspruch nehmen können, ist noch nicht entschieden.
 „Wir begeben uns selbst auf absolutes Neuland und werden noch prüfen, ob das überhaupt bezahlt werden muss”, sagte Geschäftsführer Goldt. Er betrachte den Einstieg eher als strategisches Engagement in einem zukünftigen Marktsegment.
 Dass der Bedarf für unterstützte Wohnformen in Gemeinschaften besteht, belege die Nachfrage, erläuterten Quartiersmanager Wolfgang Bille und Bauherr Dieter Grunewald. Sie seien von Anfragen regelrecht überrollt worden. W.I.B.K.E. hat die Bewerbungsliste für die 17 geförderten Wohnungen mit Belegungsrecht des Vereins geschlossen und sucht derzeit die Mieter aus. Von den freien Wohnungen sind beim Makler noch vier zu haben.
 „Wir bieten nicht einfach stadtnahen barrierefreien Wohnraum an, wir suchen Menschen, die das Konzept mit uns leben wollen”, betonte Grunewald. Deshalb hat für Quartiermanager Bille die „richtige Mischung” Priorität. Er fragt die künftigen Mieter, was sie in die Gemeinschaft einbringen können und wollen. Denn maßgeblich für das Konzept ist ehrenamtliches Engagement für das Miteinander von Bewohnern mit und ohne Handicap und der näheren Nachbarschaft.
 Im Zentrum dieses Geschehens steht das öffentliche Wohncafe, wo unter anderem gemeinsam gekocht und gegessen werden kann. Das gläserne Verbindungselement wird als nächstes zwischen den beiden Gebäudeteilen errichtet. Im Innenhof entsteht ein Sinnesgarten, der Bewohnern und Gästen nicht nur als Treffpunkt dient, sondern auch Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
 Mit St. Christophorus als Partner sei es gelungen, das zukunftsweisende Vorhaben „aus Werne, in Werne und für Werne” zu realisieren, so Grunewald. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

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... und hier von den Ruhr-Nachrichten ein Artikel dazu von den Bauarbeiten am Heckhof


18.05.2011

Rohbau für integratives Wohnprojekt steht
WERNE Die Fertigstellung des integrativen Wohnprojekts am Heckhof rückt buchstäblich in greifbare Nähe: Nachdem der Wohnkomplex lange nur in der Theorie existierte, konnten die Mitglieder des Integrations-Vereins am Dienstag erstmals den Rohbau besichtigen.
Von Lukas Franken

Wolfgang Bille (3.v.r.) und Michaela Jörling-Hahn (2.v.r) besichtigten den Rohbau des integrativen Wohnprojekts mit Mitgliedern des W.I.B.K.E.-Vereins. (Foto: Lukas Franken)

Träger des Wohnprojektes ist der W.I.B.K.E. e.V. (Werneraner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene). Wolfgang Bille, Koordinator des Projekts, und Michaela Jörling-Hahn, eine der Vorsitzenden des Vereins, führten die W.I.B.K.E.-Mitglieder durch die unfertigen Wohnungen, die voraussichtlich ab Oktober bezogen werden können.
Das Ziel des Projekts: Eine Wohngemeinschaft für Behinderte und Nicht-Behinderte, mit integriertem Pflegedienst und einem Café als Herzstück und Bindeglied.

Wohncafé für alle

Als Bindeglied sowohl zwischen den zwei Wohngebäuden des Komplexes, als auch zum ganzen Quartier: Das Wohncafé solle für jedermann zugänglich gemacht werden, um miteinander in Kontakt zu treten und das stadtnahe Umfeld miteinander zu vernetzen.

(Zeitungsartikel aus den Ruhr Nachrichten)

19.05.2011

Wohnprojekt im Oktober fertig
W.I.B.K.E. besichtigt Rohbau am Heckhof
Vermietung der Wohnungen läuft an

Quartiermanager Wolfgang Bille führte die W.I.B.K.E.-Mitglieder durch den Rohbau. ■ Foto: Middelhoff

WERNE ■ Stück für Stück geht der Bau des integrativen Wohnprojekts am Heckhof voran. Am Dienstag besichtigten die Mitglieder der Behinderten-Initiative von W.I.B.K.E. e.V. den Rohbau, in dem ihre lang gehegten Pläne für eine unterstützte Wohnform ohne Heimcharakter Wirklichkeit wird. Im Oktober sollen die ersten Bewohner einziehen können.
 27 Wohnungen errichten die Gebrüder Grunewald in dem Vorhaben mit Modellcharakter für die Region, als Projektpartner hat W.I.B.K.E. Zugriff auf 17 der öffentlich geförderten Wohnungen. Aus den Reihen des Vereins stammt auch der Quartiersmanager Wolfgang Bille, er führte die Gruppe am Dienstag durch den Bau.
 „Unsere Mitglieder kannten den Grundriss der barrierefreien Wohnungen bislang nur auf dem Papier. Da war es einfach von Interesse, sich die Aufteilung einmal in der Realität anzuschauen”, sagte Bille. Mit Vorstandsmitglied Michaela Jörling-Hahn zeigte er sich mit den Baufortschritten zufrieden.
 Auch in der Nachfrage sieht der Verein das Angebot bestätigt. Es stehen bereits eine ganze Reihe von Interessenten auf der Liste, zum Ende des Monats möchte der Quartiersmanager die ersten Wohnungen vergeben. Dafür wird nach einem Kriterienkatalog ausgewählt, wer für eine Wohnung in Frage kommt, damit die Mischung für das integrative Konzept stimmt.
 Zwischen den beiden Gebäudekomplexen entsteht als nächstes das Quartierscafe als Dreh- und Angelpunkt für ambulante Hilfe und offene Gemeinschaftsaktivitäten.
 Inzwischen haben sich die Initiatoren auch entschieden, welcher ambulante Pflegedienst als Kooperationspartner für die ständige Rufbereitschaft ins Boot geholt werden soll. Die Vertragsunterzeichnung soll am 30. Mai erfolgen.
■ pam/bkr

29.03.2011


Die Arbeiten am Heckhof schreiten voran, in vier Wochen soll der Rohbau fertig sein.
■ Foto: Hillebrand


Quartiersmanager nimmt Arbeit auf
Mit dem Haus am Heckhof wachsen die Strukturen für die neue Wohnform

Wolfgang Bille

WERNE ■ Mit den Wänden für das integrative Wohnprojekt am Heckhof sind auch die Strukturen für das Konzept gewachsen. In vier Wochen soll der Rohbau für die insgesamt 29 Wohnungen stehen und der Verein W.I.B.K.E. geht beim parallelen Aufbau des Quartiersmanagements auch gewissermaßen dem Richtfest entgegen.
 Wolfgang Bille hat als Koordinator des Vereins nun offiziell bei W.I.B.K.E. eine Teilzeitstelle des Quartiermanagers übernommen und kümmert sich um Förderanträge, die Rahmenvereinbarung mit einem ambulanten Pflegedienst und die Gespräche mit interessierten Mietern. Die alternative Wohnform erfreut sich reger Nachfrage: Für die 17 Wohnungen, die über die Behinderteninitiative belegt werden, gibt es mehr als doppelt so viele Anfragen.
 „In den nächsten zwei Wochen werden wir mit allen Interessierten reden und die Vergabekriterien erläutern”, berichtete der Quartiersmanager. „Das Prinzip bedeutet, den Schwächsten die größte Aufmerksamkeit zu geben.” Außerdem müsse eine fruchtbare Mischung der Bewohnerschaft gewährleistet sein.
 Wie berichtet, ist W.I.B.K.E. angetreten, Menschen mit Handicap nach dem Bielefelder Modell ein Wohnungsangebot für ein möglichst eigenständiges Leben zu schaffen. Die Gebrüder Grunewald schaffen mit ihrem barrierefreien Gebäudekomplex die äußeren Voraussetzungen dafür. Persönliche Hilfen der Bewohner werden individuell und ohne Anbieterbindung organisiert, der Rahmenvertrag mit einen ambulanten Pflegedienst sichert nur die Rufbereitschaft rund um die Uhr. Die Angebote im Haus werden mit Unterstützung des Quartiersmanagers von den Mietern selbst organisiert und sind offen. Dreh- und Angelpunkt des Geschehens wird der Quartierstreff in der Gebäudemitte sein.
 In dem Wohnviertel um die Stadtmitte leben nach Billes Recherchen gut 3000 Menschen, von denen etwa ein Drittel 60 Jahre und älter ist. Vor diesem Hintergrund soll ein kleinräumiges Versorgungsnetz geknüpft werden. In dem Quartierstreff können Bewohner und Nachbarn gemeinsam kochen und essen, Musik- oder Literaturveranstaltungen in Kooperation mit örtlichen Einrichtungen wären ebenfalls eine Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, um der Vereinsamung zu begegnen.
 „Der Quartiersmanager soll die Hilfe zur Selbsthilfe initiieren und die Brücke zum Ehrenamt schlagen”, erläuterte Wolfgang Bille. „Er ist durch tägliche Präsenz im Haus das Bindeglied.”
 Wenn alles nach Plan läuft, wird der „Manager” ab Oktober seine Runden drehen. Im September soll das Haus bezugsfertig werden, dann wird der Einzug gefeiert. ■ bkr

Weitere Auskünfte zum Wohnkonzept: Wolfgang Bille, Tel. 534631.
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

15.02.2011

Eigene Wohnung aber gemeinsam leben am Heckhof

WERNE Leben wie in einer Großfamilie? Was derzeit als Wohnprojekt am Heckhof entsteht, klingt nach funktionierendem Sozialgefüge. Isolation ist laut Konzept weitestgehend ausgeschlossen, denn "gemeinsam" ist ein wichtiges Wort hierbei.
Von Arndt Brede   



Entspannt sieht sich Dieter Grunewald anhand von Bauplänen Soll und Ist auf der Baustelle des integrativen Wohnprojekts an. Wenn das Wetter mitspielt, ist im September Einzugstermin.  (Foto: Arndt Brede)

Ab September sollen Jung und Alt, Behinderte und Nicht-Behinderte einziehen. Die Investoren Dieter und Jürgen Grunewald realisieren derzeit in Kooperation mit dem Verein "Werneraner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene" (WIBKE) eine Wohnform mit 17 geförderten und elf frei finanzierten Wohnungen, die in Nordrhein-Westfalen Pilotcharakter hat. "Weil es gelingt, dass eine Elterninitiative mit lokalen Investoren auf einem lokalen Grundstück dieses Projekt realisiert", sagt Wolfgang Bille (WIBKE). Die gute Nachricht für alle Interessenten: "Der Bau ist zu 60 Prozent abgeschlossen", berichtet Dieter Grunewald. In der Tat wachsen die Geschosse der beiden geplanten Gebäude täglich mehr und mehr. Alle Wohnungen werden laut Grunewald barrierefrei ausgestattet. Das heißt unter anderem: "Die Türrahmenbreiten werden auch auf Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angepasst, es gibt ebenerdige Duschen und aus der Tiefgarage bis in jedes Stockwerk fährt ein Fahrstuhl." Im Wohnprojekt wird ein Büro für den Quartiersmanager eingerichtet, erzählt Dieter Grunewald. Er ist Ansprechpartner, wenn es zum Beispiel darum geht, Dienst- oder Pflegeleistungen zu vermitteln.

Wohncafé verbindet die Gebäude

Zwischen beiden Häusern klafft zwar noch eine Lücke, aber nicht mehr lange. Denn dort soll das eigentliche Herzstück dieses integrativen Wohnprojekts entstehen. "Es wird ein Wohncafé in einem verglasten Pavillon, der als Verbindung zwischen den beiden Gebäuden geplant ist." Die Bewohner sollen dort die Gelegenheit haben, gemeinsam zu kochen, zu essen, gemeinsam Kaffee zu trinken, sich zu unterhalten. Überhaupt bekommt das Wort "gemeinsam" ein großes Gewicht, denn das Projekt lebt auch vom ehrenamtlichen Engagement der Bewohner. Die Grunewalds und WIBKE werden zudem mit einem Pflegedienst kooperieren. "Das macht die Kunst aus, Profis mit dem Engagement der Bewohner zu verbinden", sagt Grunewald.

(Zeitungsartikel aus den Ruhr Nachrichten)

15.12.2010

2 500 Euro für Projekt Heckhof
Gelsenwasser unterstützt W.I.B.K.E.

WERNE ■ W.I.B.K.E. e.V. bekommt bei der Umsetzung des integrativen Wohnprojekts am Heckhof Sponsorenhilfe. Das Vorhaben nach dem Modell Alt und Jung in Bielefeld ist eines von 51 Generationenprojekten, das der Versorger Gelsenwasser in der aktuellen Ausschüttung seiner Fördergelder in Höhe von 126.800 Euro mit einer Spende von 2 500 Euro unterstützt. Das ist der Höchstbetrag, der Betrag ist für die Umsetzung des Wohnkonzeptes bestimmt. Die Anlage der Bauherren Dieter und Jürgen Grunewald befindet sich bekanntlich noch im Bau. „Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag von Oktober angenommen wurde. Wir werden das Geld beim Aufbau der ehrenamtlichen Angebote verwenden”, sagte Wolfgang Bille, der das Projekt bei dem Verein maßgeblich betreut. W.I.B.K.E. wird später Kooperationspartner für die neue Wohnform in einem Teil der Mietwohnungen und das professionelle Quartiersmanagement übernehmen und die offenen Angebote für das Miteinander von Alt und Jung, Behinderten und Nichtbehinderten um das Wohncafe als Mittelpunkt steuern. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

04.12.2010

Am Heckhof darf weiter gebaut werden
Einwände gegen integratives Wohnprojekt vom Gericht überwiegend ausgeräumt

WERNE ■ Das Vorzeige-Wohnprojekt am Heckhof ist durch die noch anhängigen Nachbarschaftsklagen in seiner Fertigstellung wohl nicht beeinträchtigt. Wie berichtet, sind von mehreren Eingaben gegen die von der Stadt Werne erteilte Baugenehmigung noch zwei vor dem Verwaltungsgericht anhängig. Dazu gab es gestern einen Ortstermin der Baukammer des Gelsenkirchener Gerichts.
 Die Einwände gegen einen Heimcharakter der Wohnanlage sind demnach gegenstandslos. Der Richter sah dies nach Informationen der Redaktion in dem integrativen Wohnkonzept nach dem Bielefelder Modell nicht bestätigt. Es soll in Kooperation mit dem Verein W.I.B.K.E. unter anderem Basis dafür sein, Behinderten unter ambulanten Hilfen ein möglichst selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen. Das Konzept um ein professionelles Quartiersmanagement ist zudem auf ein Miteinander der Generationen ausgerichtet.
 Auch die Einwände gegen die Architektur sprechen im Wesentlichen nicht gegen die Genehmigung. Für die Situation an der Tiefgarageneinfahrt hat der Richter einen Vergleich angeboten. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

02.09.2010


So soll sich das Gebäude später dem Betrachter am Heckhof an der Front gen Westen präsentieren.

Für die Zukunft gebaut
Baubeginn für integratives Projekt mit 29 Wohnungen am Heckhof
Bezug im Sommer 2011 geplant - W.I.B.K.E. stellt Quartiermanagement


WERNE ■ Die Kellersohle ist gelegt. Wenn im weiteren Bauverlauf alles seinen geplanten Gang geht, können in das integrative Wohnprojekt am Heckhof in einem Jahr die ersten Mieter einziehen. Derzeit zieht die gewaltige Baugrube, aus der für die Tiefgarage mit 30 Stellplätzen gut 1000 Kubikmeter Sand aus dem ehemaligen Hornebett zu Tage gefördert worden sind, neugierige Blicke auf sich. Von sich Reden machen soll das Vorhaben der Brüder Dieter und Jürgen Grunewald aber durch das zukunftsweisende Konzept.

Die große Baugrube am Heckhof, Es werden gerade Fahrstuhlschächte und Fundamente betoniert. Ein Teil der ausgehobenen Erdmassen ist am Füstenhof zwischengelagert. Der Sand wird später für die Verfüllung benötigt. ■ Foto: Eickmann

Wie berichtet, wird dort mit der Behinderten-initiative W.I.B.K.E. als Kooperationspartner erstmals das „Bielefelder Modell” für ein selbst-bestimmtes Leben älterer oder gehandicapter Menschen im normalen Mietwohnungsbau bei einem privaten Bauvorhaben in kleinstädtischen Maßstäben umgesetzt. Nach dem Vorbild der Bielefelder Wohungs-genossenschaft und des dortigen Vereins „Alt und Jung” wird am Heckhof das Quartiers-management für Be- und Anwohner um das ehrenamtlich geführte Wohncafe das Herzstück der Anlage sein. Das findet auch in der Architektur ihren Niederschlag. Wenn das Kellergeschoss fertig gestellt ist, werden nicht in den gleichen Dimensionen die Außenmauern hochgezogen. Es entstehen darauf zwei luftigere, versetzte Gebäudeflügel, die mittig mit einem gläsernen Rondell für das Wohncafe verbunden sind. Es soll Dreh- und Angelpunkt für das Leben in den 29 Wohnungen und Anlaufstelle für ehrenamtliche Angebote sein.
 Jung und Alt, Groß und Klein, Behinderte und Nichtbehinderte sind unter einem Dach vereint und sollen von dem Miteinander, wie es früher Großfamilien ähnlich geboten haben, profitieren. „Wir wollen Wohnraum schaffen, in dem man so etwas bezahlbar leben kann”, sagte Dieter Grunewald. „Ich kann mir gut vorstellen, im Alter einmal selbst so in Gemeinschaft zu wohnen und dort einzuziehen.”
 Für eine gesunde Mischung soll schon die Aufteilung der Wohnungen sorgen. Die 17 öffentlich geförderten Wohneinheiten sind nach gesetzlicher Vorgabe 42 bis 62 Quadratmeter groß. Der Verein W.I.B.K.E., der später den professionellen Quartiersmanager für die Koordinierung von Ehrenamt und Mieterbedürfnissen stellen wird, hat für die Vergabe dieser Wohnungen ein Vorschlagsrecht. Die zwölf ungebundenen Wohnungen werden vom Investor frei vermietet und bieten 60 bis 120 Quadratmeter Wohnraum, einige in attraktiver Penthouse-Lage. Die Fahrstühle reichen vom Keller bis zum Dach, alle Wohnungen sind barrierefrei. Die Entwürfe stammen von Architektin Gabi Bülhoff, die Bauausführung hat das Unternehmen Richter und Kühnen übernommen. Gegen die Genehmigung sind aber zwei Nachbarklagen anhängig.
 Unverbindlich wird inzwischen eine Interessentenliste geführt. Ursprünglich hatten die W.I.B.K.E.-Familien eine Möglichkeit gesucht, ihren Kindern mit dem Erwachsenwerden ein unterstütztes, aber möglichst selbstbestimmtes Leben in eigenen vier Wänden zu ermöglichen. „Das Beispiel in Bielefeld hat uns für diesen neuen Weg völlig begeistert”, erklärt Dieter Grunewald, was die Brüder bewogen hat, dabei mitzuziehen. Über Jahre wurde an der Umsetzung gefeilt. Wäre es den Bauherren nur darum gegangen, ein einträgliches Mietshaus hochzuziehen, könnten die Bewohner längst eingezogen sein. ■ bkr


30.06.2010

Baubeginn am Heckhof
Mitte Juli rollt der Bagger für das integrative Wohnprojekt an

29 Wohnungen - W.I.B.K.E. bereitet Quartiersmanagement vor

Auf dem Bauplatz am Heckhof ist der Oberboden abgetragen. Mitte Juli beginnt der Aushub. ■ Foto: Hillebrand

WERNE ■ Das „Bielefelder Modell” eines integrativen Mietwohnungsbaus mit begleitendem Quartiermanagement soll nun auch in Werne Schule machen. Auf ihrem gut 3000 Quadratmeter großen Grundstück am Heckhof haben die Gebrüder Grunewald die Vorbereitungen für den Bau der 29 Wohneinheiten getroffen.
 Die oberste Schicht Mutterboden haben die Bauherren gerade abtragen lassen, am 15.Juli soll der Aushub für das Kellergeschoss mit der Tiefgarage beginnen, wie Jürgen Grunewald berichtete. Weil dabei ein Volumen von 3000 Kubikmetern Boden in gut 300 Fuhren mit dem Sattelzug bewegt werden müssen, hat er sich mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks am Hansaring darüber verständigt, dort eine Baustellenausfahrt einzurichten, damit der massive Lkw-Verkehr sich nicht durch das Nadelöhr Heckhof/Alte Münsterstraße zwängen muss.
 4,9 Millionen Euro investieren die Unternehmer in den Baukörper mit einem Staffelgeschoss in der dritten Etage. Bindeglied der beiden Gebäudeflügel ist ein zentrales Foyer, das mit einem ehrenamtlich geführten Cafe Dreh- und Angelpunkt für die Dienste im Haus und das Quartiermanagement ist. 17 der 29 Wohnungen kommen mit einer öffentlichen Förderung für diese Wohnform nach dem Bielefelder Modell in Betracht. Mit dem Urheber, dem Verein „Alt & Jung”, arbeitet die Behinderteninitiative W.I.B.K.E. daran, über den Verein „LebensArt” dieses integrative Wohnprojekt zu verwirklichen. Derzeit laufen nach Auskunft des Vorsitzenden Wolfgang Bille die Abstimmungsgespräche mit gemeinnützigen Pflegediensten.
 Ziel ist es, jüngeren Behinderten mit Unterstützung ambulanter Dienste ein möglichst selbstständiges Leben ohne Bindung an bestimmte Träger zu ermöglichen. Das kommt zugleich den Bedürfnissen Älterer entgegen.
 Herzstück ist das Cafe als öffentliche Anlaufstelle. Dazu gehört das Büro des Quartiersmanagers wie eine Küche für gemeinschaftliches Kochen. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

11.02.2010

LebensArt-Vorstand bleibt im Amt
Führungsteam wurde in der Jahreshauptversammlung wiedergewählt
Geplantes Wohnprojekt am Heckhof stand im Mittelpunkt der Beratungen

Der Verein
Vorsitzender:
Wolfgang Bille
Stellvertreter:
Dagmar Wenner, Bettina Grunewald
Schriftführerin:
Elisabeth Grieseler-Middendorf
Kassierer:
Johann Hahnfeld
Mitglieder: 19
Kontakt: Wolfgang Bille, Tel.:534631, wolfgangbille@yahoo.com

Der Vorstand von LebensArt: (v.li.) Oben: Wolfgang Bille, Dagmar Wenner, Johann Hahnfeld; unten: Elisabeth Grieseler-Middendorf und Bettina Grunewald. ■ Foto: Hoffmann

STOCKUM ■ Wolfgang Bille wurde als erster Vorsitzender des Vereins „LebensArt” erneut im Amt bestätigt. Dies entschied gut ein Dutzend Mitglieder während der Jahres- hauptversammlung der „LebensART” am Dienstag- abend im Pfarrheim St. Sophia. Auch der weitere Vorstand wurde wieder gewählt. Bettina Grunewald und Dagmar Wenner werden weiterhin mit Bille die Vorstandsspitze bilden.
Im Zentrum der Jahres-hauptversammlung stand ganz klar das integrative Wohnprojekt von „LebensArt”, das im Neubau der Gebrüder Grunewald am Heckhof Platz finden wird (WA berichtete). Bauherr Jürgen Grunewald erklärte den Mitgliedern das Bauprojekt und stand für Fragen zur Verfügung. Bis zum Einzug der ersten Bewohner in das neue Haus wartet auf den Verein noch viel Arbeit. In der Jahreshaupt-versammlung wurde vor allem die Frage diskutiert, wie die Bewohner optimal betreut werden können. ■sh
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

10.2.2010 Ein Haus für LebensART



Der geplante Gebäudekomplex aus drei Perspektiven: Oben die Frontansicht in der Straße Heckhof, links der Bezug zur Bebauung an der Alten Münsterstraße von Norden gesehen, rechts der Blick von Osten aus der Münsterstraße. Bindeglied zwischen den L-förmigen Baukörpern mit Penthouse ist das Gemeinschaftscafé als Anlaufstelle im Wohnviertel. (Skizzen: grit)
(hier der vollständige Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)


21.1.2010 Erfolg für's Wohnprojekt

Signal für Heckhof
Erste Nachbarschaftsklage gegen
integratives Wohnprojekt hinfällig

WERNE . Das integrative Wohnprojekt am Heckhof hat eine erste juristische Hürde genommen. Wie der Bauherr und die Stadt Werne bestätigten, ist die erste der anhängigen Nachbarschaftsklagen vom Tisch.
Wie berichtet, hatte ein Grundeigentümer an der Alten Münsterstraße ein Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen angestrengt, um den Vollzug der bereits erteilten Baugenehmigung auf dem rückwärtigen Grundstück am Heckhof zu verhindern. Doch schon beim Ortstermin Ende vergangenen Jahres hatte der Berichterstatter der Baukammer signalisiert, dass er diese Einwände gegen den Neubau als unbegründet ansehe und eine Rücknahme der Klage günstiger sei als ein Urteil. Dem kam der Kläger nach.
"Das ist für uns ein wichtiges Signal", sagte Dieter Grunewald, der das Vorhaben mit seinem Bruder Jürgen realisieren will.

Die Stadt hat unter Abweichung vom Bebauungsplan ihr OK gegeben, die Bewilligung der öffentlichen Zuschüsse für gut die Hälfte der 28 Wohneinheiten liegt vor. Jetzt wollen die Bauherren sicher gehen, dass sie nicht noch über juristische Fallstricke stolpern.
Erfreut hat auch der Vorstand von "LebensART" die Entscheidung zur Kenntnis genommen, wie Wolfgang Bille berichtete. Der Verein ist aus Kreisen der Behinderteninitiative W.I.B.K.E. hervor gegangen und steht nach umfangreichen Vorbereitungen parat, die Trägerschaft für ein integratives Wohnprojekt in geförderten Wohnungen zu übernehmen. Als Vorbild dient das Bielefelder Modell, das Hilfsbedürftigen anbieterunabhängig unter ambulanter Betreuung ein möglichst eigenständiges Leben in einer Hausgemeinschaft ermöglicht, die mit einem Heim nichts gemein hat . bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

Klagen gegen Wohnprojekt
Anlieger fechten Baugenehmigung für Mehrfamilienhaus am Heckhof an
Verein "LebensART" will dort Behinderten selbständiges Wohnen ermöglichen

Das Baugrundstück am Heckhof mit Blick auf die südliche Randbebauung. Der Plan zeigt Grundriss und Lage des Neubaus (rot) mit zwei Flügeln und zentralem Foyer.

(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

WERNE ■ Bevor der Verein "LebensART" sein Projekt für ein selbstbestimmtes Wohnen Behinderter mit Hilfe der Bauherren Grunewald wie geplant am Heckhof verwirklichen kann, ist Justitia gefordert. Gleich mehrere Anwohner fechten vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen die von der Stadt Werne erteilte Baugenehmigung und die Befreiung von einzelnen Gestaltungsvorgaben im Bebauungsplan an.
Die Schriftsätze sind fristgemäß ausgetauscht, die Stadt geht als beklagte Genehmigungsbehörde davon aus, dass die 6. Kammer des Gerichts kurzfristig den Ortstermin anberaumen wird. Per Eilantrag hat ein Kläger beantragt, den Vollzug der Genehmigung bis zur Klärung des Sachverhalts auszusetzen.
 Doch so bald werden die Bagger ohnehin nicht anrücken. Die Bauherren Jürgen und Dieter Grunewald haben zunächst nur das Baufeld auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück am Heckhof räumen und die Baugrunduntersuchung vornehmen lassen. Baubeginn soll in Abstimmung mit dem Aufbau des aus der Initiative W.I.B.K.E. hervorgegangenen Trägervereins "LebensART" im kommenden Jahr sein.
 Beantragt und genehmigt ist der Bau eines Mehrfamilienhauses mit 28 Wohneinheiten, von denen etwas mehr als die Hälfte mit öffentlichen Mitteln gefördert und somit für Mieter mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen sind. Solch sozial geförderter Wohnraum ist eine Voraussetzung für das Wohnprojekt nach dem "Bielefelder Modell", das der Verein "LebensART" in dem Objekt umsetzen will.
 Wie berichtet, haben die Initatoren nach einer Besichtigung solcher Wohnformen bei der kommunalen Wohnungsgesellschaft in Bielefeld im vergangenen Jahr die Vertreter der Stadt Werne für die Idee gewinnen können. Das Konzept sieht, kurz gefaßt, keine Betreuungseinrichtung oder gar ein Heim vor, sondern barrierefreie Mietwohnungen, in denen hilfebedürftige jeden Alters ungebunden ambulante Dienste nach ihren individuellen Bedürfnissen in Anspruch nehmen und in Gemeinschaft leben können. Die räumlichen Anforderungen haben sich auch in der Architektur niedergeschlagen. Geplant sind zwei Gebäudeteile, die mit einem Foyer als zentrale Anlaufstelle - samt Gemeinschaftsraum, einer kleinen Küche und Büroraum - verbunden werden. Mit einem Staffelgeschoß und Flachdach anstelle des vorgegebenen Satteldachs und anderen Details weicht der Entwurf vom Bebauungsplan ab. Die Befreiung von einzelnen Festsetzungen hält die Stadt Werne aber im Zusammenspiel mit der umliegenden Bebauung für vertretbar. Darüber muß das Gericht befinden. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

Konzept:

Für das Wohnprojekt wurde folgendes Konzept erstellt (zum Lesen wird der Adobe Reader benötigt).

12.2.2009

Trägerverein "LebensART" nimmt erste Hürden für das Behindertenprojekt. Investor hat Pläne für Bau am Heckhof fast fertig - Spatenstich am Jahresende. (Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)


3.11.2008 "LebensART"-Gründung

Am 3.11.08 gründete sich im Pfarrheim St. Sophia in Stockum der Verein "LebensART", der die Betreuung der künftigen Bewohner organisieren und Fördergelder generieren soll (hier finden Sie mehrere Presseartikel zu dem Wohnprojekt)

Pläne:
Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an:
Wolfgang Bille
Lindenstraße 8
59368 Werne
Tel. 02389 - 534631
E-Mail: wolfgang.bille@wibke-werne.de
 
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