2011 - W.I.B.K.E. e.V. | Werneraner Integrieren Behinderte Kinder und Erwachsene

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31.12.2011


500 Euro für das Schachcafe

Einen Scheck über 500 Euro übergab gestern Vormittag die Grüne Jugend dem Verein W.I.B.K.E. für sein Schachcafe. Helena Wolf überreichte den Scheck Moritz Bille, der sich im Schachcafe engagiert. Das Geld stammt zum einen Teil aus den Erlösen von zwei Waffelback-Aktionen im Blumenhaus Wenner, wo die Scheckübergabe auch stattfand. Der Grünen-Ortsverein rundete den Betrag auf. sh/ Foto: Hoffmann
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger) 

14.12.2011

Geld für W.I.B.K.E. und Fabi
Gelsenwasser fördert Projekte

WERNE ■ Die Gelsenwasser AG unterstützt zwei Initiativen aus Weme mit ihrem Generationenprojekt. Der Verein W.I.B.K.E. erhält 2500 Euro für das Wohnprojekt „LebensArt”, während die Familienbildungsstätte 2 200 Euro für das Projekt „Jugendliche unterstützen Senioren” erhält. Die Gelsenwasser AG unterstützt Engagements, die das Miteinander der Generationen nachhaltig fördern und einen dauerhaften Nutzen für die jeweiligen Kommunen im Versorgungsgebiet bieten. „Das Engagement in unseren Partnerkommunen sowohl beim Schulprojekt von 2003 bis 2007 als auch aktuell beim Generationenprojekt war enorm. Diese Resonanz hat bewiesen, dass die Konzentration unserer Sponsoringaktivitäten auf Initiativen, die direkt den Menschen in dieser Region zugute kommen, der richtige Weg ist”, so Henning Deters, Vorstandsvorsitzender der Gelsenwasser AG. Ein Beispiel sei die Aktion „Jugendliche unterstützen Senioren” der Fabi. In einer Kooperation der Familienbildungsstätte und der Hauptschule „Am Windmühlenberg” werden dabei Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs zu „jugendlichen Seniorenbegleitern/-innen” ausgebildet. ■ red
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)    
    

03.12.2011


W.I.B.K.E. auf Weihnachtsmarkt
WERNE Der Verein W.I.B.K.E. bestückt die Aktionshütte auf dem Weihnachtsmarkt am Montag und Dienstag, 5. und 6. Dezember, mit schönen Geschenkartikeln wie Schafsmilchseife und Relish. Der Verkaufserlös kommt der Vereins- und Jugendarbeit zugute.
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

23.11.2012


Spende für W.I.B.K.E.

Über 300 Euro von der Kolpingfamilie Stockum freute sich Astrid Bille (M.) vom Verein W.I.B.K.E. gestern Nachmittag. Franz Heitbaum(l.) und Hermann Berger (r.) übergaben ihr die Spende. Das Geld stammt hauptsächlich aus Kleidersammlungen. W.I.B.K.E. wird die Spende für das Schach-Cafe im Pfarrheim St. Christophorus verwenden. Dort treffen sich Jugendliche ab 13 Jahren - mit und ohne Behinderung - immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr zum Spielen. ■ sh / Foto:Hillebrand
(Artikel Westfälischer Anzeiger)

26.08.2011


Ein Gruppenbild als Urlaubsgruß: Die Teilnehmer der Ferienfreizeit des Vereins W.I.B.K.E. beim Ausflug. ■ Foto: pr

W.I.B.K.E. in Monschau
17 Jugendliche gingen in der Stadt an der Rur auf Entdeckungstour

WERNE Die Ferienfreizeit des Vereins W.I.B.K.E. ist beendet und die Gruppe gut wieder in Werne angekommen. 17 Jugendliche und junge Erwachsene waren in der Zeit vom 12. bis 21. August in Monschau in der Eifel unterwegs.
  Wie der Veranstalter berichtet, konnten die Teilnehmer bei schönem Wetter viele Aktionen und Ausflüge unternehmen, zum Beispiel eine Schiffstour über den Rursee, einen Shoppingtag in Aachen, Schwimmen im Freizeitbad, einen Ausflug zur Sommerrodelbahn sowie Wandern und Bummeln durch die Altstadt von Monschau.
   Selbstverständlich hat auch das Bergfest nicht gefehlt. Unter dem Motto „Ballnacht” wurde getanzt, Cocktails getrunken und das Ballpaar 2011 gekürt. Alles in allem hatten die Jugendlichen in den zehn Tagen viel Spaß, und haben jede Menge erlebt.
  Im Vorfeld der Reise wurde eine Spendenaktion durchgeführt, bei der „Ferienaktien” gekauft werden konnten. Als Dankeschön haben die Aktienkäufer von W.I.B.K.E. eine Urlaubskarte aus Monschau bekommen, auf der ein Gruppenfoto zu sehen ist. Leider hat sich bei einigen Karten das Foto gelöst, und es ist nur die Vorderseite mit dem Adressfeld angekommen. Diesen Fauxpas bitten die Mitglieder von W.I.B.K.E. zu entschuldigen. Als Ausgleich bieten die Organisatoren an, das Foto nachträglich zuzusenden. Wer eine Karte ohne Foto erhalten hat, sollte sich bei Sandra Kipp melden (sandra.kipp@tu-dortmund.de). ■ red
(Artikel Westfälischer Anzeiger)        

08.07.2012


Beim Shoppen an die Börse
Wertpapierhandel beim LateNight-Shopping: W.I.B.K.E. bietet Ferienaktie an
Erlös für integrative Freizeit -16 Teams starten beim Beachvolleyball


Die Jugendlichen im W.I.B.K.E.-Schachcafe präsentieren
 die Ferienaktie für ihre Urlaubsaktion. ■ Foto: Kröger

WERNE ■ Es gibt fast nichts, was es nicht gibt beim LateNight-Shopping in Werne. Und doch hat der Verein W.I.B.K.E. für die erste Sommer-Auflage der Veranstaltung noch eine Marktlücke entdeckt. Die Behinderteninitiative steigt am Samstag in den Wertpapierhandel ein. Nur ist ihre Ferienaktie nichts für Zocker, sondern etwas für Menschen mit Herz.
  Denn verdienen lässt sich mit dem Papier für 5, 10 oder 20 Euro nichts; wer es kauft, kann sich aber verdient machen: Das Geld geht zu 100 Prozent in die Reisekasse des Vereins für die integrative Ferienfreizeit vom 12. bis 21. August in Monschau. Gegenleistung: „Wer eine Aktie kauft, der bekommt garantiert eine Urlaubspostkarte von den Teilnehmern”, verspricht Astrid Bille vom W.I.B.K.E.-Vorstandsteam.
   Gehandelt wird die Ferienaktie mit Beginn des LateNight-Shoppings um 19 Uhr am W.I.B.K.E.-Stand auf dem Markt. Dort bieten die Vereinsmitglieder außerdem Cocktails an. Caipirinha, Solero und Pink Lady werden gereicht - je nach Wunsch mit oder ohne Alkohol. Auch dieses Angebot dient der Finanzierung der Fahrt von 30 Menschen mit und ohne Handicap in das Jugendhaus Monschau.
  Der Weg in Wernes gute Stube lohnt nicht erst zur Sonderschicht der Händler und Wirte von 19 bis 23 Uhr, schon ab 11 Uhr gibt es auf dem Marktplatz etwas zu sehen. Das Baustofflager muss weichen, der Sandhaufen, der dort ab heute Mittag aufgeschüttet wird, dient dem sportlichen Vergnügen. Denn darauf wird ein Beachvolleyball-Turnier ausgetragen.
  16 Mannschaften (je acht WSC und TV Werne mit je zwei Spielern/Spielerinnen) treten an dem zwischen zwei Baggerarmen gespannten Netz an. Wegen der hohen Meldezahl wird der Wettbewerb möglicherweise schon heute um 18 Uhr gestartet; weiter geht es am Samstag um 11 Uhr. Endspiele ab 18 Uhr. Im Aufgebot sind unter anderem Daniela Engel, Christine Holthoff und Christiane Witte aus dem TV Team der 2. Bundesliga.
  Wenn die gemeldeten Teams genug gebaggert haben, steht das Feld den Innenstadtbesuchern für eine kleine Sporteinheit beim Bummel zur Verfügung ■ bkr/gu
(Artikel Westfälischer Anzeiger)        

04.06.2011


Die W.I.B.K.E.-Mitglieder informierten im Foyer des Capitol-Kinos über ihre Arbeit. ■ Foto: Peschke

Vorurteile abbauen
Sondervorstellung des Films „Me too - wer will schon normal sein?”
Integrativer Verein W.I.B.K.E. finanziert barrierefreie Sommerfahrt in die Eifel


WERNE Zu einer Sondervorstellung des Films „Me too - Wer will schon normal sein?” hatte das Capitol Cinema Center Werne am Mittwochabend in Kooperation mit W.I.B.K.E. eingeladen. Jeweils 1,50 Euro des Eintrittsgeldes gingen an den Verein für die Förderung der integrativen Ferienfreizeit.
  Die Mitglieder von W.I.B.K.E. planen in den Sommerferien eine Fahrt nach Monschau. „Die Fahrt in die Eifel hat sich etabliert”, sagte W.I.B.K.E.-Vorstandsmitglied Wolfgang Bille. Bereits im vergangenen Jahr habe sich herausgestellt, dass die Stadt Monschau ideal für behinderte Menschen sei, da sie komplett barrierefrei ist.
   Mit einem Informationsstand stellten die W.I.B.K.E.- Mitglieder ihre Arbeit sowie die Arbeit der Initiative Down-Syndrom des Kreises Unna vor. „Wir hoffen, dass die Kinogäste mit Hilfe des Films erkennen, wie notwendig es ist, behinderte Menschen in die Gesellschaft zu integrieren”, sagte Bille. Der Film repräsentiere genau das, wofür W.I.B.K.E. stehe.

Der Spielfilm „Me too Wer will schon normal sein?” handelt von dem mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommenen Daniel, gespielt von Papblo Pineda. Trotz des mit Auszeichnung abgeschlossenen Studiums stößt er bei seiner Familie und Freunden stets auf Vorbehalte.
  Als er sich dann noch in seine Kollegin Laura, gespielt von Lola Duenas, verliebt, erfährt er von allen Seiten Ablehnung und Überraschung. Der Film zeigt Vorurteile gegenüber Menschen mit Down-Syndrom auf und versucht, eben diese aus den Köpfen der Zuschauer zu verdrängen.
  Kinoclub-Mitglied Ilona Austermann aus Werne fand das Thema des Films sehr interessant: „Es ist spannend, in einem Liebesfilm etwas über die Menschen zu erfahren, die Dinge erreichen, die wirklich nicht vorstellbar sind.”
  Dass sich so viele Interessierte am Mittwochabend gefunden haben, freute auch Kino-Inhaberin Luise Wagner. „Es ist toll, dass wir in unserem Kino die Möglichkeit haben, Filme so anzubieten, dass für jeden etwas dabei ist”, sagte sie. ■ sop
(Artikel Westfälischer Anzeiger)   
     

01.06.2011



Leckeres aus der W.I.B.K.E.-Küche

Dass die Mitglieder der Initiative W.I.B.K.E. auch kochen können, bewiesen sie in der Küche der Familienbildungsstätte. Hier bereiteten sie gebackenen Spargel, Garnelensalat, Paprikasuppe, Cordon Bleu mit Kartoffelplätzchen und ein Karamell-Dessert selbst zu und verzehrten die Gerichte anschließend mit großem Genuss. Selbstverständlich gehörte das gemeinsame Spülen und Aufräumen auch zum Programm. ■ Foto: pr
(artikel Westfälischer Anzeiger)


29.05.2011


Mitstreiter gesucht
WIBKE benötigt Betreuer für Schachcafe und Ferienfreizeit

Der Verein W.I.B.K.E. e.V. (Werneraner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene e.V.) bietet seit mittlerweile fünf Jahren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung eine Plattform, um sich zu begegnen.

WERNE Hierfür werden neben Gesprächskreisen, konkreten Hilfsangeboten, federführender Mitarbeit im Behindertenbeirat und Aktionen vor Ort auch Jugendprojekte angeboten. Zum Beispiel das wöchentliche Schachcafe, das jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im Pfarrheim St. Christophorus stattfindet. Unter dem Motto „Schach dem Handicap” wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Raum geboten, sich mit Freunden zu treffen und neue Freunde kennen zu lernen, sich miteinander auszutauschen und neue Erfahrungen zu sammeln oder Spiele zu spielen. Woche für Woche finden sich hier rund 20 Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung zusammen und genießen einen gemeinsamen Nachmittag. Zudem werden regelmäßig Aktionen angeboten, wie Pizza essen oder ein Weihnachtsmarktbesuch. Um dies auch weiterhin zu ermöglichen ist das Betreuer-Team vom Schachcafe auf der Suche nach weiterer Unterstützung. Gesucht werden engagierte junge Erwachsene, die Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen haben. Mitgebracht werden sollten Verlässlichkeit, gute Laune, tolle Ideen und die Bereitschaft, intensive neue Begegnungen zu machen. In den Sommerferien steht darüber hinaus erneut eine integrative Ferienfreizeit für Jugendliche und junge Erwachsene an. Vom 12. bis zum 21. August geht es nach Monschau in der Eifel. Dafür werden dringend noch männliche Betreuer gesucht. Für Auskünfte steht die pädagogische Leiterin Sandra Kipp (☎ 9004810) zur Verfügung. 
■ www.wibke-werne.de
(Artikel WERNE AM SONNTAG)

27.05.2011


Die W.I.B.K.E.-Jugend warb im Kino für die besondere Filmvorführung. Am 1.Juni läuft in Abstimmung mit dem Kinoklub und der Behinderteninitiative „Me too”. Die von der Kritik gefeierte Produktion aus Spanien erzählt einfühlsam und witzig eine Liebesgeschichte um eine Hauptfigur mit Down-Syndrom und räumt kräftig mit Klischees auf. ■ Foto: Eickmann

Normal und doch besonders
Capitol zeigt mit und für W.I.B.K.E. „Me too - Wer will schon normal sein?”
Film entlarvt Vorurteile über Behinderte - Verein sucht neue Helfer

WERNE Ein Film, der Vorurteile, Ressentiments und eingefahrenen Verhaltensweisen kräftig durchschüttelt? Wie gemacht für den Verein W.I.B.K.E., der sich seit Jahren für die Integration Behinderter engagiert. Jetzt fragt W.I.B.K.E. mit Hilfe des Capitol Cinema Centers und des dortigen Kinoklubs „Wer will schon normal sein?”
  Das ist der Untertitel des spanischen Films „Me too”, der mit fast unbeschwerter Heiterkeit erzählt, wie der mit Down Syndrom geborene Daniel nach dem Studium Laura begegnet und das für Außenstehende unfassbare geschieht: sie verlieben sich.
  Am Termin des Kinoklubs, der sich bis Oktober in die Sommerpause verabschiedet hat, zeigt das Capitol den Streifen nun am kommenden Mittwoch um 20 Uhr unter dem Slogan „Der besondere Film”. Es gilt der übliche Eintrittspreis, 1,50 Euro pro Karte zweigen die Kino-Betreiber Jutta und Wido Wagner aber ab, um den Verein W.I.B.K.E. damit zu unterstützen.
  Dessen Mitglieder und Freunde, die Cineasten aus dem Klub und alle Interessierten sind eingeladen.
   Der Verein wirbt außerdem um Unterstützung im Schachcafe und bei der geplanten Freizeit. Für den integrativen Sommerurlaub der jungen Leute in der Eifel werden noch dringend männliche Betreuer gesucht. Vom 12. bis 21. August geht es nach Monschau in der Eifel.
  W.I.B.K.E. bietet seit mittlerweile fünf Jahren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung eine Plattform für Begegnungen. Zum Beispiel das wöchentliche Schachcafe, das jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im Pfarrheim St. Christophorus stattfindet. Unter dem Motto „Schach dem Handicap” wird Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Raum geboten, sich auszutauschen und neue Erfahrungen zu sammeln.
  Um dieses auch weiterhin zu ermöglichen, ist das Betreuer-Team auf der Suche nach weiterer Unterstützung. Gesucht werden engagierte junge Erwachsene, die Spaß an der Arbeit mit Jugendlichen haben. ■ bkr/red

Auskunft erteilt die Sandra Kipp; Tel. 02389-9004810, E-Mail: sandra.kipp@wibke-werne.de.
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

29.01.2011


Integration im Drachenboot
W.I.B.K.E.-Jugendliche werden beim Rünther Kanuverein einsteigen
Neuanschaffung wird im März beim Hersteller abgeholt


Das Foto zeigt den Kanuverein beim Hafenfest. ■ Foto: Klammer

RÜNTHE Am 4. März holen Mitglieder des Kanuvereins Rünthe ihr neues Drachenboot beim Hersteller „BUK“ in Schwerin ab. Nicht nur zur Nutzung durch Vereinsmitglieder ist das Boot gedacht. „Wir wollen unser Drachenboot auch zur integrativen Kinder- und Jugendarbeit einsetzen. Hierbei geht es um Kinder und Jugendliche mit einem Handicap. Aber auch eine Zusammenarbeit mit dem Brustzentrum des St.-Marien-Krankenhauses in Lünen ist geplant“, sagt der Vorsitzende des Kanuvereins Rünthe Volker Czarnetzki.
  Bislang trainierten die Rünther Kanuten häufig mit dem Drachenboot der befreundeten Rünther Himmelsbooten. Einige Kanuten fahren auch in diesem Team bei Wettbewerben mit. Allerdings nahmen das Interesse am Drachenbootsport und damit auch die Trainingstunden so stark zu, dass beim Kanuverein Rünthe der Wunsch nach einem eigenen Boot aufkam. „Allerdings stellen wir nicht so sehr den leistungsorientierten Wettbewerbssport in den Vordergrund unserer Arbeit, sondern eher den Fun-Sport-Bereich“, erklärt Czarnetzki.
  „Sofort bei den Planungen zu einem eigenen Boot haben wir die Integrative Arbeit mit einbezogen.“ Vorbild ist unter anderem die in Kanada aktive „Pink-Paddler-Bewegung”: Dabei wird mit Frauen mit Brustkrebsdiagnose gearbeitet. Den ersten Anstoß, dies auch im Rünther Drachenbootsport zu ermöglichen, bekam Czarnetzki über den Pressesprecher der Polizei Bochum, Frank Plewka. Der ist im befreundeten Kanuverein Datteln in die Teamarbeit mit Gehörlosen und Frauen mit Brustkrebsdiagnose eingebunden.
  Czarnetzki hat auch eigene berufliche Erfahrung mit Behinderten. Als Bezirksvertrauensperson des Oberlandesgerichts Hamm ist er zuständig für 530 Schwerbehinderte an 90 Behörden mit 10 000 Mitarbeitern. So kamen zwei Kontakte zustande: Mit dem Brustzentrum Lünen kam man über die dort für psychosoziale Belange zuständige Mitarbeiterin Angelika Bierkämper ins Gespräch. Außerdem möchte Czarnetzki mit dem Werner Verein „W.I.B.K.E.“ (Werner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene) arbeiten.
  Mit W.I.B.K.E. sei man bereits in der konzeptionellen Phase. „Mit Vertretern des Brustzentrums Lünen treffen wir uns am 15. Februar zu weiteren Gesprächen über die gemeinsame Zusammenarbeit“, sagte Sylke Fabris, Frauenwartin der Rünther Kanuten.

Positiver Einfluss auf das Lymphsystem

Speziell bei Frauen mit Brustkrebsdiagnose, das zeigten die Erfahrungen aus Kanada, verhelfe der Drachenbootsport zu großen Erfolgen in der Therapie. „Der Schultergürtel wird besonders trainiert. Auf das Lymphsystem hat er positiven Einfluss. Und das Gefühl, etwas mit anderen Betroffenen gemeinsam zu tun, stärkt das Selbstwertgefühl betroffener Frauen“, so Czarnetzki. „Wir wollen mit dem offenen Umgang das Thema aus der Tabuzone ziehen, mit dazu beitragen, dass offen mit der Krankheit umgegangen wird.“
  Im Bereich der integrativen Jugendarbeit können Jugendliche mit allen Arten von Behinderungen teilnehmen, die dem Paddeln im Boot nicht entgegenstehen.
  Bei der vereinsinternen Arbeit mit Mitgliedern haben die Verantwortlichen besonders den Fun-Bereich im Auge. „Niemand soll überfordert werden, die Erwachsenen wie die Jugendlichen sollen Entwicklungspotenzial haben, nicht schon zu Beginn zu hohe, unerreichbare Ziele verfolgen. Denn gerade durch kleine Erfolge sollen das Selbstbewusstsein und der Teamgeist gestärkt werden“, betont Sylke Fabris, die für das Training mit den Jugendlichen zuständig ist.
  Sehr froh sind die Verantwortlichen des Kanuvereins, der in den vergangenen Jahren seine Mitgliederzahl auf 160 fast verdoppeln konnte, entsprechende Sponsoren gefunden zu haben. Bei der Stadt und auch der Sparkasse Bergkamen-Bönen stieß das Projekt auf offene Ohren. „Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung“, sagte Fabris. Beim Bau des Transportwagens für das gut zwölf Meter lange Drachenboot wird der Inhaber des Fitnessstudios „California“, Thomas Jobling, behilflich sein. ■ jk
(Artikel Westfälischer Anzeiger)

 
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