2012 - W.I.B.K.E. e.V. | Werneraner Integrieren Behinderte Kinder und Erwachsene

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Wohnen der Zukunft
CDU-Bundestagskandidatin Sylvia Jörrißen am Heckhof

Investor Dieter Grunewald (r.) und Quartiersmanager Wolfgang Bille erläuterten in der vergangenen Woche der CDU-Bundestagskandidatin Sylvia Jörrißen das Wohnprojekt am Heckhof. Foto: Thomas Wegener



Auf immer größeres Interesse stößt das Wohnprojekt „LebensArt” am Heckhof.

WERNE Waren es im August wie berichtet die Stadtplaner des Kreises Unna, die sich das Projekt ansahen, informierte sich in der vergangenen Woche die CDU-Wahlkreiskandidatin Sylvia Jörrißen über die integrative Wohnform. Quartiersmanager Wolfgang Bille und Investor Dieter Grunewald zeigten der Bundestagskandidatin die Einrichtung, in der Menschen jeden Alters mit und ohne Behinderungen gemeinsam leben. Dieter Grunewald skizzierte noch einmal den Werdegang des Projekts. Ursprünglich als konventionelles Wohnen geplant, entstand, berichtete Dieter Grunewald, alsbald in Zusammenarbeit mit der Initiative Wibke (Werneraner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene) ein Wohnprojekt, das sich an das Bielefelder Modell anlehnte.

Mieter tragen Konzept mit
Im Frühjahr eröffnet, leben heute Menschen zwischen vier und 90 Jahren mit und ohne Handicap in den 28 barrierefreien Wohneinheiten, von denen 17 gefördert sind.
 „Von vornherein haben wir bewusst das Wohnmodell nicht allein auf Senioren ausgerichtet”, sagte Dieter Grunewald. Investor und Quartiersmanager konnten Einfluss nehmen auf die Auswahl der Mieter. „Wir haben Menschen gesucht, die das Konzept mittragen und sich, so weit dies möglich ist, selbst einbringen”, erläuterte der Investor. Nach durchaus am Anfang vorhandener Skepsis sei das Projekt heute in der Nachbarschaft angekommen.
 Mit der Christophorus-Pflege GmbH konnte ein versierter Partner gefunden werden. „Gleichwohl ist für die Bewohner der Pflegedienst frei wählbar”, betonte Wolfgang Bille.
 „Dies ist die Wohnform der Zukunft”, zeigte sich die CDU-Bundestagskandidatin begeistert. Sylvia Jörrißen berichtete, dass aktuell in Hamm ein vergleichbares Projekt geplant sei. ■ thw
(Zeitungsartikel aus WERNE AM SONNTAG 14.10.2012)

Gemeinsam leben
CDU-Kandidatin Jörrißen besucht Wohnprojekt

CDU-Bundestagskandiatin Sylvia Jörrißen im Gespräch mit Dieter Grunewald (re.) und Wolfgang Bille. ■ Foto: Hillebrand

WERNE ■Die neue CDU-Bundestags- kandidatin Sylvia Jörrißen war gestern zu Gast im Wohnprojekt „LebensArt” am Heckhof. Dort ließ sie sich das Konzept der Einrichtung von Investor Dieter Grunewald und Quartiermanager Wolfgang Bille erläutern. Das Mehr-Generationen-Projekt, in dem durch Unterstützung der Elterninitiative W.I.B.K.E. auch junge und ältere Menschen mit Behinderungen leben, weckte das Interesse der Politikerin. Beim Rundgang durch das Gebäude nahm sie die barrierefreien Wohnungen in Augenschein. „Wir haben bei den Mietern darauf geachtet, dass sie den Gedanken des gemeinsamen Lebens mittragen”, erläuterte Bille. ■ luk
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 09.10.2012)

Matinee in der LebensArt


Literatur und Musik boten Luise Lunemann (r.) und ein Saxophon-Sextett am Mittwoch bei der Matinee im Wohnprojekt „LebensArt” am Heckhof. ■ Foto: Middelhoff

WERNE ■ Mit einer gemütlichen Matinee im Forum des Wohnprojekts „LebensArt” trotzten die Bewohner und deren Angehörige und Freunde am Mittwoch dem ungemütlichen Herbstwetter.
 Ein Saxophon-Sextett spielte Stücke wie „Aus Holbergs Zeit” von Edvard Grieg oder „Der fröhliche Landmann” von Robert Schumann. Passend zu den Musikstücken las Luise Lunemann von der „Lesewelt Werne” Gedichte von Heinz Erhard, Joachim Ringelnatz und der Herberner Schriftstellerin Jutta Richter vor. Der Werner Verein „W.I.B.K.E.” hatte die Aktion organisiert. ■ pam
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 05.10.2012)


Privatfotos von der Matinee am 3. Oktober 2012

Die Erwartungen erfüllt
Wohnprojekt will sich im nächsten Schritt nun dem Quartier öffnen

Für Quartiersmanager Wolfgang Bille keine Überraschung. Im RN-Gespräch zu den Wohnprojekten auf dem Zinke-Gelände hatte er bereits vor einigen Wochen darauf hingewiesen, dass Werne eigentlich noch viel mehr solcher Projekte benötigt.
Ich hätte bereits nach vier Wochen alle Wohnungen komplett vermietet haben können, betonte er gestern bei einer ersten Heckhof-Bilanz den Bedarf in der Lippestadt. Allerdings wären dann hier nur Senioren eingezogen. Und das hätte nicht der Mieterstruktur entsprochen, die sich der Trägerverein Lebensart, die Gebrüder Grunewald als Investoren und der Initiator-Verein W.I.B.K.E. gewünscht haben. Wir haben ein Listenverfahren genutzt, und unsere Erwartungen sind erfüllt worden.
Denn wer im Heckhof wohnt, soll auch das Konzept mittragen, das Bille mit Hilfe zur Selbsthilfe umschreibt: Menschen mit und ohne Behinderung sollen sich gegenseitig unterstützen. Als Beispiel nennt er das derzeit einmal im Monat stattfindende gemeinsame Kochen, wo alle Teilnehmer das Essen selbst zubereiten.
Natürlich ist die Teilnahme an solchen Aktionen freiwillig. In den Vorgesprächen haben wir jedoch schon darauf geachtet, ob die Interessenten demgegenüber aufgeschlossen waren. Denn Wolfgang Bille denkt schon einen Schritt weiter: Wir haben hier erst das Gebäude hingesetzt. Normalerweise schaut man vorher, was das Quartier braucht, und stellt sich darauf ein. Das geschehe nun im zweiten Schritt: Wir öffnen uns dem Quartier und laden die Nachbarn zu uns ein. Und er ist sicher: Sie werden kommen.
Nun ist der Heckhof mit seinen barrierefreien Wohnungen architektonisch gesehen für diesen Zweck das Nonplusultra. Doch Bille könnte sich vorstellen, dass auch andere, bereits bestehende Quartiere ähnliche Projekte auf die Beine stellen könnten. Das Einzige, was man braucht, ist ein Mittelpunkt, wie das Quartierscafé.
Das Bielefelder Modell diente dem Heckhof als Blaupause. Mit der Realisierung von Inklusion ist Werne hier schon einen Schritt voraus, was auch den Quartiersmanager überrascht hat. Wir dachten, wir brauchen zwei bis drei Jahre, bis hier alles läuft. Tatsächlich hat es elf Monate gedauert.       Fortsetzung folgt.      Daniel.Claessen@ruhrnachrichten.de
(Zeitungsartikel aus den Ruhr Nachrichten September 2012)

Modell auch für andere Kommunen
Stadtplaner des Kreises besuchten Wohnprojekt am Heckhof


Die Planer der Kommunen des Kreises Unna machten sich jetzt ein Bild vom Wohnprojekt „LebensArt” am Heckhof. Foto: Thomas Wegener

WERNE Modellcharakter hat das Wibke-Wohnprojekt am Heckhof. Mit dem integrativen, barrierefreien Wohnen für alle Generationen ist das im Frühjahr offiziell eröffnete Modell zum Vorzeigeobjekt geworden, auf das jetzt auch die Stadtplaner im Kreis Unna aufmerksam wurden. Die treffen sich mehrere Male im Jahr, zumeist im Kreishaus. Auf eine Anregung von Wernes Stadtplaner Ralf Bülte hin machten sich die Planer im Rahmen ihres Treffens jetzt ein Bild vom Wohnprojekt „LebensArt” am Heckhof. „So ergab sich die Gelegenheit, anstelle von Plänen mal ein Projekt in der Praxis, quasi ‚live′ zu sehen”, sagte Ralf Bülte. Mit dem Ergebnis, dass seine Planer-Kollegen schlichtweg begeistert waren, nachdem ihnen Investor Jürgen Grunewald und Quartiersmanager Wolfgang Bille das Konzept, das auf das Bielefelder Modeil zurückgeht, erläutert und beispielhaft eine der 27 Wohnungen gezeigt hatten. „Die Kollegen waren angetan vom Modell, im gleichen Maße auch davon, wie es hier umgesetzt wurde”, berichtete Ralf Bülte im Anschluss. Der Quartiersgedanke, die alten- und behindertengerechte Ausstattung der Wohnungen, die Mischung aus Alt und Jung, der Mix aus frei finanzierten und geförderten Wohnungen, die Gestaltung der Außenanlagen - das alles beeindruckte die Planer des Kreises nachhaltig. „Zusätzlich wurde positiv vermerkt, dass es gelang, ein solches Projekt so innenstadtnah zu verwirklichen”, sagte Wernes Stadtplaner Ralf Bülte. thw
(Zeitungsartikel aus WERNE AM SONNTAG 02.09.2012)

Heckhof Vorbild für Zinke-Pläne

WERNE ■ Am Integrativen Wohnprojekt am Heckhof (nach dem „Bielefelder Modell”) soll sich der Investor Pro Urban orientieren, wenn er die Pläne für ein Demenzpflegeheim auf dem Zinke-Gelände, wie zugesagt, überarbeitet. Das haben ihm Vertreter der Fraktionen und der Verwaltung mit auf den Weg gegeben, als sie am Mittwoch in Marl ein Seniorenzentrum besichtigten, das Vorbild für Werne sein soll.
 „Es war interessant zu sehen, welches Konzept dahinter steht, wie die Menschen dort leben und wie über ein Cafe das Umfeld einbezogen wird”, berichtete Wernes Planungschef Ralf Bülte auf Anfrage. „Das ändert aber nichts daran, dass das Projekt für Werne deutlich zu groß ist.”
 Daher hätten auch Vertreter der Fraktionen dem Bauträger Pro Urban bei der Besichtigung deutlich zu verstehen gegeben, dass sie eine Verkleinerung der mit 80 Plätzen konzipierten Demenzabteilung erwarten. Sie legten Pro Urban nahe, sich bei den Projektpartnern am Heckhof zu informieren, um ein gemischtes Wohnangebot zu schaffen. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 31.08.2012)

Bauherr Jürgen Grunewald (r.) erläuterte beim Treffen der kommunalen Planer im Kreis Unna Entstehung und Grundlagen des integrativen Wohnprojektes am Heckhof. Wernes Planungschef Ralf Büfte (I.) hatte den Besuch der Kollegen vermittelt. ■ Foto: Hillebrand

Stadtplaner zu Gast im Wohnprojekt
Anlage am Heckhof liefert mit dem integrativen Konzept Anregungen für andere Städte
WERNE ■ Seinem Ruf als Vorzeigeobjekt ist das integrative Wohnprojekt am Heckhof einmal mehr am Donnerstag mit der Besichtigung durch die kommunalen Planer im Kreis Unna gerecht geworden. Drei bis vier Mal im Jahr richtet der Kreis Unna diesen „Planertreff′ aus, in der Regel im Unnaer Kreishaus. Auf Initiative von Wernes Chef der Bau- Planungsabteilung, Ralf Bülte, nahmen die Kollegen aus den anderen Städten und Gemeinden ein Beispiel aus der Praxis in Augenschein.
 Und zwar eines, das auch in den Augen der Fachleute aus den Nachbarorten gut gelungen ist, wie Bülte nach dem Zusammentreffen mit dem Bauherren Jürgen Grunewald und Quartiersmanager Wolfgang Bille von den kooperierenden Vereinen W.I.B.K.E. und LebensArt berichtete.
 Die Frage nach zeitgemäßen barrierefreien Wohnungsangeboten beschäftige die Planer in eigentlich jeder Kommune ebenso wie die Aufwertung von nicht mehr marktgerechtem Altbestand von Mietwohnungen. Für beides bietet das „Bielefelder Modell”, auf das auch das Wohnprojekt am Heckhof zurückgeht, Ansätze, die zunehmend gefragt sind. Das Erfolgsrezept liegt, wie mehrfach berichtet, in der Mischung aus alten- und behindertengerechter Ausstattung der Wohnungen, frei wählbaren Hilfsdiensten und der Mischung von Bewohnern mit und ohne Hilfebedarf um ein frei zugängliches Wohncafe als Anlaufstelle auch für die Nachbarschaft.
 „Die Kollegen waren unter anderem beeindruckt von dem Standort”, so Bülte. „Davon, wie nah an der Innenstadt das Wohnprojekt liegt.” Auch die Umsetzung in der Kombination aus öffentlich geförderten Wohnungen und privat finanziertem Wohnungsbau unter einem Dach habe sehr neugierig gemacht.
 Die Gäste hatten Gelegenheit, sich bei der Besichtigung einer Penthouse-Wohnung einen Eindruck von der Ausstattung der 27 Wohnungen zu machen. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 25.08.2012)

„Die Leute werden wach”

Überregionales Interesse an „Lebensart” / Drensteinfurter Grüne zu Besuch
Das Wohnprojekt „Lebensart” erfreut sich nun auch überregionalem Interesse: Am vergangenen Montag informierte sich eine Delegation von Bündnis 90/ Die Grünen über die Einrichtung. ■ Foto: pr

WERNE ■ Nach einer „Bauchschmerzphase” sei das Projekt „Lebensart” am Heckhof zunächst in der Nachbarschaft gut angekommen, sagt Quartiersmanager Wolfgang Bille. Jetzt errege die Einrichtung mit 29 Wohnungen auch überregionale Aufmerksamkeit.

„Die Leute werden wach”, sagt Bille. Seit der Einweihung im März hätten bereits mehrere Gruppen und Vereine das Haus besucht, „darunter eine Abordnung der rheinland-pfälzischen Landesregierung, eine Elterninitiative aus Elmshorn und Vertreter der Wohnungsgenossenschaft Hamm”. Am vergangenen Montag waren Mitglieder der Grünen aus Drensteinfurt zu Gast.
 „Die großzügig angelegten Räume bringen für das Zusammenleben körperlich behinderter mit gesunden Menschen tolle Möglichkeiten”, erklärte deren Sprecherin Waltraut Angenendt im Anschluss an den Besuch. Lebensart sei „ein sinnvolles Projekt zur Inklusion, das nachahmenswert ist”.
 Das Cafe „Quartierstreff” als Mittelpunkt der Anlage mit eigener Küche bietet den Menschen neben gemeinsamen Kochen oder Backen auch die Möglichkeit zu kulturellen Veranstaltungen wie öffentlichen Lesungen. Ein Sinnesgarten mit einem Bachlauf, duftenden Pflanzen und Gewürzsträuchern ist ein Ort der Ruhe und Entspannung. Derzeit wohnen in der Anlage 34 Menschen zwischen vier und 90 Jahren. Nach vierjähriger Bauzeit wurde die Anlage im März diesen Jahres offiziell eingeweiht. Die ehrenamtliche Unterstützung im Pflegedienst habe sich noch nicht eingespielt, so Bille. Ein Treffen mit Freiwilligen werde organisiert. „Wir werden die Leute schriftlich einladen und müssen noch klären, welche Aufgaben sie übernehmen möchten und welche Fortbildungen nötig sind.” ■ wad
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 10.08.2012)



Mandolinenklänge im Wohnprojekt „Lebensart”

Sanfte Mandolinenklänge waren am Dienstagabend aus dem Wohnprojekt „Lebensart” am Heckhof zu hören. Das Mandolinen- und Gitarrenorchester Hamm-Bockum-Hövel spielte unter der Leitung von Thorsten Jaschkowitz Stücke aus den verschiedensten Musikstilen. Über 80 Zuhörer begrüßten die Musiker. Das Konzert war die erste öffentliche Veranstaltung im Wohnprojekt. Auf ihren Instrumenten zupften die 18 Gitarren-, Kontrabass- und Mandolinenspieler zum einen klassische Werke, wie den „Second Walz” von Shostakovich, aber auch ein „Wanderlieder-Potpourrie”, das alle Zuhörer zum Mitsingen und Schunkeln animierte. Eine Reise durch die Musik Europas wurde allen Anwesenden geboten. Für die Verpflegung sorgten während des Konzertes Mitglieder des Wohnprojoktes. Quartiersmanager Wolfgang Bille war mehr als zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und der Zahl der Besucher. ■ käs/Foto: Schachler
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 28.06.2012)

Gelungene LebensArt
Wohnprojekt begrüßt viele Gäste

WERNE ■ Bewundernde Blicke, strahlende Gesichter, munteres Geplauder waren gestern der Lohn für das Organisationsteam im Wohnprojekt „LebensArt” am Heckhof. Quartiersmanager Wolfgang Bille, Veronika Erichsen von der ambulanten Pflege und Linda Motzko vom Sozialen Dienst hatten einen Tag der offenen Tür auf die Beine gestellt, den zahlreiche Neugierige gerne nutzen, um das Projekt kennenzulernen.
 Dabei öffnete die Einrichtung nicht nur das gemütliche Wohncafe, das sozusagen das Herz der Einrichtung darstellt, sondern die Gäste konnten auch die Wohnungen in Augenschein nehmen. Die Führungen durch das Haus wurden gerne in Anspruch genommen. Mancher habe sich auch ganz konkret für die Wohnungen interessiert, sagte Bille. Es existiere sogar schon eine Warteliste für die Wohnungen, die Menschen jedes Lebensalters und auch jungen Erwachsenen mit Handycap ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen.
 Aber nicht nur die Organisatoren waren gestern etwas gespannt, wie „ihr” Projekt denn angenommen wird. Auch die Bewohner genossen den Trubel in der Einrichtung. Das Ehepaar Alfred und Ida Stephan beispielsweise saß mit seinen Besuchern im Cafe bei Kaffee und Kuchen.
 „Wir fühlen uns hier sehr wohl”, sagte Alfred Stephan. Die Senioren waren auf Anraten ihrer Tochter Ute Wördemann von Lünen nach Werne gezogen. „Dieses Wohnprojekt war für uns eine perfekte Lösung”, freute sich Wördemann, über die Entscheidung ihrer Eltern. Die Stephans warten nun mit Spannung auf den Sommer: „Da können wir auch die anderen Mitbewohner besser kennenlernen”, sagte der Senior.
 Unter den Gästen waren auch mehrere Ehrenamtliche, die sich für eine Mitarbeit in der Einrichtung interessierten. Zwei Damen aus der Nachbarschaft, dem Quartier sozusagen, wollen Kuchen backen und so den Kaffeeklatsch unterstützen, der künftig einmal im Monat mittwochs angeboten werden soll.
 „Das Programm muss nun so langsam wachsen”, sagte Linda Motzko. Ein paar Angebote gibt es aber schon. Montags von 14.30 bis 16.30 Uhr wird ein Gedächtnistraining und gemeinsames Spielen angeboten. Dienstags und freitags werden Hilfsbedürftige aus der Nachbarschaft betreut, damit die pflegenden Angehörigen in Ruhe den Wochenmarkt besuchen können. Weitere Ideen von Ehrenamtlichen sind jederzeit willkommen. Interessierte können sich unter Tel. 7796954 informieren. ■ luk


Besucher und Bewohner genossen den Nachmittag im Wohncafe der Anlage. ■ Foto: Hillebrand

(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 31.03.2012)

Veronika Erichsen, Wolfgang Bille und Linda Motzko freuen sich auf die Gäste beim Tag der offenen Tür. ■ Foto: Lunemann

Wohnprojekt LebensArt stellt sich vor
Initiative lädt zum Tag der offenen Tür ein

WERNE ■ Das Leben im integrativen Wohnprojekt „LebensArt” soll am kommenden Freitag allen interessierten Nachbarn, Quartier-Bewohnern und Bürgern mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden. Dazu laden Quartiersmanager Wolfgang Bille, Veronika Erichsen von der Ambulanten Pflege und Linda Motzko vom Sozialen Dienst ein. Die Gäste dürfen sich auf einen informativen Tag freuen. Sie werden mit Kaffee, Kuchen, Grillwurst und Getränken - die zu einem kleinen Obolus abgegeben werden - versorgt.
 „Nachdem wir vor zwei Wochen die Einrichtung erfolgreich eingeweiht haben, möchten wir nun den Kontakt zu den Menschen im Quartier intensivieren”, so Wolfgang Bille. Quartier, dazu gehört das Gebiet rund um den Heckhof und alle Menschen, die dort leben. Kurze Wege möchten Bille, Erichsen und Motzko für die Anwohner verwirklichen. Das Konzept beinhaltet das Angebot der ambulanten Pflege, Partner ist St. Christophorus Pflege GmbH, und Hilfe, Beratung, Betreuung des Sozialen Dienstes. Außerdem soll das Cafe der Einrichtung als „Quartierstreff′ ein Angebot zur Begegnung für Bewohner, Nachbarn und Besucher werden.
 Beim Tag der offenen Tür hofft Wolfgang Bille auch auf Ideen für die Begegnungsstätte. Dort könnten Spielenachmittage, Lesungen, Singen, Basteln, Handarbeiten stattfinden. Ehrenamtliche, die sich einbringen möchten, sind willkommen. Für das Cafe hat Bille schon ein Konzept: Wer Kuchen mitbringt, bekomme auch einen Kaffee, sagt er schmunzelnd. ■ luk
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 28.03.2012)

LebensArt lädt die Werner ein

WERNE ■ Die Partner des Wohnprojekts LebensArt am Heckhof laden die Nachbarschaft und die Werner Bürger insgesamt ein, das Angebot im Haus näher kennenzulernen. Zwei Wochen nach der feierlichen Eröffnung findet dort am kommenden Freitag, 30. März, von 11 bis 17 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Es gibt Führungen durch das Haus, in dem Menschen mit und ohne Behinderung unter einem Dach leben. Bei Kaffee und Kuchen, Getränken und einer Grillwurst können sich Interessierte im Wohncafe der Anlage darüber informieren, welcher integrativen Ansätze für ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Einbindung des umliegenden Wohnquartiers das Modell auszeichnet.
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 24.03.2012)


Bürgermeister Lothar Christ überreichte den Investoren Jürgen und Dieter Grunewald sowie Quartiersmanager Wolfgang Bille ein Gastgeschenk. ■ Fotos: Eickmann

Unter einem Dach
Integratives Wohnprojekt LebensArt am Heckhof offiziell eingeweiht



Den Ausblick vom Balkon genossen die früheren Bürgermeister Willi Lülf und Rainer Tappe mit ihren Ehefrauen. Blumen überreichte Bewohnerin Heidi Christoph-Esser an die Hausherren Dieter (li.) und Jürgen Grunewald.

WERNE ■ Nach vierjähriger Planungs- und Bauzeit wurde gestern das integrative Wohnprojekt LebensArt am Heckhof offiziell eingeweiht. 25 Bewohner, mit und ohne Behinderung, sind bereits in die Wohnungen eingezogen. Drei noch leer stehende Wohnungen sollen in Kürze vermietet sein.

Zahlreiche Gäste, darunter auch die Bewohner, nahmen am Festempfang im Cafe des Hauses teil, nutzten die Gelegenheit zum Rundgang und gratulierten den Projektbeteiligten zum Erfolg. Der Verein W.I.B.K.E hat vor gut vier Jahren bei einer Besichtigung einer Vorbild-Einrichtung in Bielefeld die Idee entwickelt und in den Gebrüdern Dieter und Jürgen Grunewald Investoren gefunden, die das Gebäude errichtet haben. Die St. Christophorus Pflege GmbH steht als Kooperationspartner zur Verfügung.
 „In diesem Haus leben Menschen, zwischen 4 und 90 Jahren, Menschen mit und ohne Behinderung und mit und ohne Pflegebedarf. Das ist die Wohnform, die wir gewollt und bewusst provoziert haben”, sagte Quartiersmanager Wolfgang Bille in seiner Begrüßung. Die bunte Mischung finde sich auch im Wohnquartier wieder und Ziel sei es, die Nachbarschaft ins Projekt zu integrieren.
 „Dieses Haus hat Modellcharakter weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus”, lobte Bürgermeister Lothar Christ. Er sei froh, dass es trotz anfänglicher Skepsis in der Nachbarschaft gelungen sei, diese neue, integrative Wohnform im stadtnahen Quartier zu verwirklichen. Damit seien auch die Vorgaben der Landesregierung erfüllt, die vorhandenen Wohnquartieren eine größere Bedeutung beimesse. Christ: „Ich bin stolz darauf, dass sich unsere Stadt mit Ideen und Engagement dem demographischen Wandel stellt.”
 Hubert Hüppe, Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, lobte die Initiatoren des Modells. „Hier wird gezeigt, was man unter Inklusion versteht.” Menschen, egal wie sie sind und welche Fähigkeiten sie besitzen, würden unter einem Dach zusammenleben. „Das Außergewöhnliche ist eigentlich das Normale, denn die Teilhabe Behinderter ist ein Menschenrecht”, betonte Hüppe. Deshalb müssten noch mehr gemeinsame Lebenswelten geschaffen werden. Hüppe dankte Bürgermeister Lothar Christ für seine Unterstützung: „Werne ist eine Stadt, die auf dem Weg ist, inklusiv zu werden.”
 Michaela Jörling-Hahn, W.I.B.K.E.-Vorstandsmitglied, dankte den zahlreichen Sponsoren, die das Projekt finanziell unterstützt haben. Ihr Dank gehörte aber auch Quartiersmanager Wolfgang Bille, der die Umsetzung des Projektes „mit großer Energie” vorangetrieben habe. „Du hast eine unbezahlte und unbezahlbare Arbeit geleistet.” Dem Dank schloss sich Bewohnerin Heidi Christoph-Esser mit einem Blumenstrauß an.
 Die St. Christophorus Pflege GmbH betrete mit der Beteiligung an diesem innovativen Projekt ebenfalls Neuland, sagte Pflegedirektor Ludger Risse. LebensArt ermögliche Menschen ein selbstbestimmtes Leben, für die es als Alternative nur eine Heimunterbringung gebe. „Da machen wir mit Begeisterung mit”, sagte Risse. ■ kb

Das Projekt
Im integrativen Wohnprojekt LebensArt am Heckhof 36 bis 38 wurden 17 öffentlich geförderte Wohnungen in den Größen zwischen 42 und 63 Quadratmetern sowie elf Wohnungen zwischen 60 und 120 Quadratmetern ohne öffentliche Förderung errichtet. Außerdem gibt es in dem Haus zwei Gästezimmer. Mittelpunkt des Hauses ist der öffentliche „Quartierstreff”, wo sich Bewohner und Nachbarn zu gemeinsamen Aktivitäten treffen können. Im Haus leben derzeit 25 Menschen zwischen 4 und 90 Jahren, mit und ohne Behinderung bzw. Pflegebedarf. Drei Wohnungen sind noch nicht vermietet. Kontakt: Tel. 78 58 0.


(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 17.03.2012)

... und hier dazu eine Fotostrecke aus den Ruhr-Nachrichten

Termin für die Einweihung steht
Küchen-Geschenk für Heckhof-Wohnprojekt
Am kommenden Freitag wird die LebensART-Wohnanlage am Heckhof eingeweiht.

Die geschenkte Küche im gemeinsamen Wohncafe ist bereits eingebaut: (v.l.) Sponsor Wilhelm Neuhaus, Quartiersmanager Wolfgang Bille sowie Astrid Bille und Elisabeth Grieseler-Middendorf vom W.I.B.K.E.-Vorstand. ■ Foto: Eickmann

WERNE ■ Das vom Verein W.I.B.K.E. initiierte integrative Wohnprojekt LebensART am Heckhof 36-38 wird am Freitag, 16. März, offiziell eingeweiht. Der Festakt beginnt um 10 Uhr mit einem Sektempfang. Quartiersmanager Wolfgang Bille hofft, dass als Gast Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr kommen wird. Eingeladen ist er, zugesagt hat er bis dato noch nicht. Mit dabei sind aber in jedem Fall mit Hubert Huppe der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung sowie Wernes Bürgermeister Lothar Christ. Vor der kirchlichen Segnung der Gebäude halten laut Festprogramm Projektberaterin Theresia Brechmann, W.I.B.K.E.-Vorstand Michaela Jörling-Hahn und Pflegedirektor Ludger Risse vom hiesigen Krankenhaus Ansprachen.
 Bis auf drei seien aktuell alle 28 Wohnungen (Größe zwischen 50 bis 114 Quadratmeter) bezogen, erläutert Bille. Menschen im Alter von vier bis 90 Jahren mit und ohne Handicap lebten in den beiden Gebäuden, in deren Mitte ein Wohncafe für gemeinsame Treffen und Aktivitäten entstanden ist. Dieses Cafe ist nun auch mit einer Küche bestückt. Sie ist ein Geschenk des hiesigen Möbelhauses Neuhaus. Auch der Lieferant habe sich daran beteiligt, sagte Firmenchef Wilhelm Neuhaus bei der Übergabe gestern. Das Wohnprojekt sei „eine gute Sache für Werne”, unterstrich er. Den Wert der Küche bezifferte er mitsamt der Geräte auf rund 4 000 Euro.
 Wenn Minister Bahr nach Werne reist, betritt er ein Stück weit Neuland. Integrative Wohnprojekte gibt es zwar auch andernorts. „Hier ist aber erstmals eine Elterninitiative Kooperationspartner”, unterstreicht Bille.
 Bekanntlich ist W.I.B.K.E. angetreten, um für Menschen mit Handicap nach dem Bielefelder Modell ein Wohnungsangebot für ein möglichst eigenständiges Leben zu schaffen. Laut Bille waren drei LebensART-Bewohner bis dato in stationären Einrichtungen. Nun haben sie ihre eigenen vier Wände, können ihren eigenen Tagesrhythmus leben und ihre Fähigkeiten vielleicht wiederentdecken. Unterstützt werden sie bei Bedarf von Pflege- und Sozialkräften, in jedem Fall aber von Ehrenamtlern. Etwa zehn Freiwillige hätten sich bereits zur Mitarbeit bereiterklärt, sagt Bille. Das Team könne zum Beispiel einer Bewohnerin dabei helfen, ihre Idee zu einem Frühlingsfest umzusetzen. Auch gemeinsames Kochen oder Backen in der neuen Küche sei möglich. Im Wohncafe könnten auch Lesungen oder andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden, heißt es.

Hoffen auf Ministerbesuch
Von den drei noch nicht belegten Wohnungen sind zwei freifinanziert, eine öffentlich gefördert. Eine Betreuungspauschale zahlen LebensART-Bewohner nicht. In dem Gebäude stehen auch zwei Gästezimmer zur Verfügung; ein erster Besuch hat sich laut Bille bereits angemeldet.
 Vor der Eröffnung erhalten noch die Außenanlagen einen letzten Feinschliff. Im Eingangsbereich wurde in diesen Tagen eine Pergola errichtet, im Garten entstehen ein Bachlauf, Pflanzbeete und eine Barfußfläche, bald wird auch noch eine Partnerschaukel aufgestellt. ■ am
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

... und hier dazu ein Artikel aus den Ruhr-Nachrichten

Das Wohn-Cafe am Heckhof ist als Dreh- und Angelpunkt der Angebote für die Be- und Anwohner um die neue Wohnanlage eingerichtet. Jetzt werden ehrenamtliche Helfer gesucht.

■ Foto: Eickmann

Wohnprojekt wird eröffnet
Am Heckhof kehrt Leben ein / W.I.B.K.E. und BEN suchen Helfer
WERNE ■ In das integrative Wohnprojekt am Heckhof kehrt allmählich Leben ein. Etliche Wohnungen sind mittlerweile bezogen. Am 16. März wollen die Gebrüder Grunewald als Bauherren mit dem Verein W.I.B.K.E. als Partner die Anlage nach dem Vorbild des „Bielefelder Modells” offiziell eröffnen. Etwa zwei Wochen danach sollen Interessierte bei einem Tag der offenen Tür mit eigenen Augen ansehen, welches offenes Angebot mit den 28 Wohnungen in dem Objekt und dem Quartiermanagement für das umliegende Viertel verbunden ist.
 Dafür werden noch ehrenamtliche Kräfte gesucht, die das Miteinander der Bewohner und Nachbarn bei gemeinsamen Aktivitäten unterstützen. Die Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement, Senioren und Behindertenarbeit (BEN) der Stadt Werne sucht in Zusammenarbeit mit dem Verein W.I.B.K.E. nach interessierten Männern und Frauen.
 Vor allem in den Bereichen „Organisation des Wohncafes” und „Begleitung und Gesellschaft im Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner” werden noch engagierte Mitmenschen gebraucht. Interessierte können sich bei BEN in der Stadtverwaltung mit Bernd Haverkamp (Tel. 71 740) in Verbindung setzen. Außerdem nimmt Wolfgang Bille als Quartiersmanager im neuen Wohnprojekt, Anfragen auf (Tel. 53 46 31).
 Wie berichtet, ermöglicht das integrative Projekt in Teil der Wohnungen hilfebedürftigen Menschen ein möglichst eigenständiges Zusammenleben mit anderen. ■ bkr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 23.02.2012)

19. 02. 2012



Am Samstag, den 18.2. war das erstes Kaffeetrinken für alle Bewohner im Wohnprojekt. Alle waren da! Ca. 45 Personen!

6 Bilder von der Einrichtungsaktion der Probewohnungen und des Wohncafes
11.02.2012

24 Stühle für „Lebensart”

24 moderne Sitzgelegenheiten spendete der POCO-Einrichtungsmarkt in Bergkamen dem integrativen Wohnprojekt „Lebensart” in Werne für sein Gemeinschaftscafe. „In der Mitte des Quartiers sollen sich alle 29 Mietparteien zum sonntäglichen Brunch, gemeinsamen Abendessen oder Fußball-Public-Viewing verabreden können”, erzählte Quartiersmanager Wolfgang Bille (links) vom verantwortlichen Werner Verein Wibke. „Wenn es uns möglich ist, helfen wir unbürokratisch. Die Stühle waren unsere erste gute Tat 2012”, meinte Marktleiter Steffen Graf (rechts) augenzwinkernd. Die Spenden haben ihren ersten Einsatz bei der Eröffnung am 16. März. ■ Foto: pr
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger 10.02.2012)

Integratives Wohnen

Warteliste für das Wohnprojekt am Heckhof


Noch pflanzen die Gärtner die letzten Sträucher und auch die Küchenzeile ist im künftigen Wohncafé noch nicht angeschlossen: „Aber wir sind in der Nachbarschaft angekommen”, sagt Quartiersmanager Wolfgang Bille. Er ist mit seinem W.I.B.K.E-Büro in das integrative Wohnprojekt am Heckhof eingezogen.
Von Helga Felgenträger


Blick auf die Wohnungen. (Foto: Helga Felgenträger)


Das Gebäude steht kurz vor seiner Fertigstellung, ein Tag der offenen Tür ist geplant und eine offizielle Eröffnungsfeier, berichtet Bille.

Viele Mieter sind bereits eingezogen: Von den 29 Wohnungen sind 24 bezogen. Fünf stehen noch leer, davon sind drei frei finanziert und zwei sozial gefördert, informiert Investor Dieter Grunewald, eine Warteliste sei angelegt.

„Der Einzug in das Projekt ist mit Erwartungen verknüpft”, sagt er. Voraussetzung sei der „Bielefelder Gedanke”, der ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung beinhalte. Der Rollstuhl im Flur dürfe keinen stören. Bisher werden sieben Wohnungen von Menschen mit Behinderung bewohnt.

Wohnen bis zum letzten Tag

Das Bielefelder Konzept steht für selbstbestimmtes Wohnen und Versorgungssicherheit bis zum Lebensende. „Wer möchte, kann bis zum letzten Tag hier bleiben”, betont der Investor, der gemeinsam mit seinem Bruder vier Millionen investierte. Daher nahm W.I.B.K.E, der die Initialzündung für das Projekt gegeben hatte, den Pflegedienst St. Christophorus mit ins Boot. „Wir stehen allerdings nicht nur den Bewohnern des Projekts zur Verfügung”, erklärt Claudia Heiermann von der Pflegedienstleitung, sondern allen Nachbarn des Quartiers. Angehörige des Vereins, der einst die Initialzündung gegeben hatte, seien noch nicht eingezogen, erzählt Grunewald, die betroffenen Vereinsmitglieder seien bisher noch zu jung.

Die Mieter kommen aus Werne und Umgebung, freut sich Grunewald über ein Ehepaar aus Herten. Beide 65 und in Rente, gefiel das Projekt auf Anhieb. Kennen gelernt hatten sie Werne bei ihren Besuchen des Natursolebades.

(Zeitungsartikel aus den Ruhr Nachrichten  14.01.2012)


Voller Tatendrang: Linda Motzko, Dieter Grunewald, Veronika Erichsen, Wolfgang Bille
und Claudia Heiermann. ■ Fotos: Eickmann


„Endlich in der Nachbarschaft angekommen”
Im integrativen Wohnprojekt am Heckhof sind fast alle Wohnungen vermietet / Die offizielle Übergabe des Komplexes ist für März geplant

Im Hof des Wohnkomplexes soll bis zur Übergabe im März ein Sinnesgarten eingerichtet worden sein.

WERNE ■ „Jetzt sind wir endlich in der Nachbarschaft angekommen”, freute sich gestern Wolfgang Bille, Quartiermanager des integrativen Wohnprojektes am Heckhof. Bis auf fünf Wohnungen sind alle 29 Einheiten vermietet worden, der St.-Christophorus-Pflegedienst gewährleistet die 24-Stunden-Versorgung für das ganze Quartier.
 Das Projekt sei nach einer zwischenzeitlichen Bauchschmerzphase zu einem wahren Selbstläufer geworden, bilanzierte Bille. Als Quartiermanager ist es seine Aufgabe, das Konzept entsprechend umzusetzen, die Ehrenamtler zu begleiten und als Ansprechpartner sowohl für Mieter als auch den Vermieter zu fungieren.
Zwischen vier und 84 Jahre alt sind die Bewohner. Unter den zurzeit rund 45 Bewohnern leben acht Menschen mit Behinderung im Heckhof. „Damit haben wir genau unseren Gedanken umsetzen können”, freute sich Investor Dieter Grunewald: Alte und junge Menschen mischen sich mit hilfsbedürftigen und nicht hilfsbedürftigen. Wichtig sei, so Grunewald, dass alle Bewohner das Konzept mittrügen und seinen Gedanken mitlebten. „Wer nur eine stadtnahe Wohnung zum kleinen Preis sucht, der ist hier falsch”, stellte er klar.
 Das Büro des Pflegedienstes am Heckhof hat zurzeit noch keine festen Öffnungszeiten. Dafür würden noch zu wenige Kunden im Quartier betreut. „Das muss auch erst einmal anlaufen”, zeigte sich Pflegedienstleiterin Claudia Heiermann zuversichtlich. Telefonisch erreichbar ist der Pflegedienst St. Christophorus am Heckhof unter der Nummer 7796954.
 Aktiv ins Geschehen eingreifen werden demnächst außerdem zahlreiche Ehrenamtler. Wie viel Bedarf hier bestehen wird, werde sich aber noch zeigen - so wie sich noch vieles einspielen muss. „Das Projekt ist eine Investition in die Zukunft”, sagte Dieter Grunewald. Immerhin sei der durch die Elterninitiative W.I.B.K.E. eingeleitete Bau eine für NRW einmalige Sache mit Modellcharakter. „Das zeigt auf, was in Werne möglich ist”, sagte Grunewald. Sein Wunsch sei es, das Modell auch nach außen zu tragen. „Wir wollen natürlich auch eine Breitenwirkung erzielen und andere Investoren dazu bringen, sich das Konzept ansehen zu wollen”, sagte er.
Rund vier Millionen Euro wurden in die Anlage der Bauherren Dieter und Jürgen Grunewald investiert. Komplett fertiggestellt sein soll alles im März. Dann wird zur offiziellen Übergabe des Hauses auch der Sinnesgarten im Hof mit einem Bachlauf, duftenden Pflanzen, wie etwa Gewürzsträuchern, und viel Farbe erfahrbar sein. Auch das Cafe soll dann öffnen. „Die Mieter sind schon ganz wuschelig, dass es losgeht”, weiß Dieter Grunewald. Neben der Eröffnung soll es im Anschluss einen Tag der offenen Tür geben.
 Mit der geplanten Fertigstellung der Anlage sind die Arbeiten aber noch lange nicht abgeschlossen: Claudia Heiermann, ihre Stellvertreterin Veronika Erichsen und Sozialarbeiterin Linda Motzko planen, eine Betreuungsgruppe für Menschen, die an Demenz erkrankt sind, einzurichten. Außerdem würden sie gerne ein Pflegefahrrad anschaffen, mit dem Pflegekräfte die kurzen Wege im Quartier auf sich nehmen könnten. Dafür suchen sie noch Sponsoren. ■ gri
(Zeitungsartikel aus dem Westfälischen Anzeiger)

 
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