Abgucken erwünscht

Der zentrale Standort am Heckhof. Unten das Stadthaus und der Busbahnhof, rechts die Alte Münsterstraße. Theresia Brechmann (kleines Bild, im lila Jackett) führte die Gäste.

15.08.2008 · WERNE/BIELEFELD "Selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit ohne Betreuungspauschale" - das mag auf den ersten Blick kein zündender Werbeslogan sein, ist aber auf jeden Fall die Kurzformel für ein Erfolgsrezept. Als "Bielefelder Modell" macht es längst über die Grenzen der Ostwestfalen-Metropole Schule. Auch in Werne ist man begierig, von der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (BGW) und dem Kooperationspartner Alt und Jung e.V. zu lernen, wie man den klassischen Mietwohnungsbau um Versorgungskomponenten bereichert, die sich vom üblichen Angebot ambulanter Pflegedienste oder Betreutem Wohnen deutlich absetzen.

Wie ihnen angesichts des demografischen Wandels die Anpassung der Wohnformen an die Bedürfnisse der wachsenden Zahl älterer und hilfebedürftiger Menschen im Gefüge des sozialen Wohnungsbaus gelungen ist, erläuterten Werner Stede, bei der BGW mit ihren 12000 Wohnungen für das soziale Bestandsmanagement zuständig, und Theresia Brechmann von Alt und Jung den Besuchern.

W.I.B.K.E setzt schon geraume Zeit auf das Bielefelder Modell, hatte Brechmann bereits als Referentin zu Gast und war unter anderem mit den Investoren schon in den Modellanlagen zu Besuch. Für Bürgermeister Tappe, Baudezernentin Schlüter, Stadtplaner Bülte und Bauamtschefin Geißler war es die erste direkte Begegnung.

Herzstück der Anlagen sind die Wohncafés: Gemeinschaftsräume, in denen Bewohner und Nachbarn sich begegnen können, essen und mit den teils ehrenamtlichen Betreuern auch die Mahlzeiten vorbereiten. Eine Küche, die über die Kochkasse eigenständig verwaltet wird, gehört also unbedingt dazu. Ferner ist der Gemeinschaftsraum durch das angeschlossene Büro für die ambulanten Dienste auch die Anlaufstelle im Quartier.

Die BGW garantiert über die Kooperationsverpflichtung des Vereins im Umkreis von einem Kilometer um das Objekt rund um die Uhr eine Versorgungssicherheit durch Präsenz der Dienste. Dafür arbeiten in jedem Objekt eigenständige Teams von Alt und Jung auf freiberuflicher Basis und rechnen ihre Leistung über den Verein, der die Rahmenverträge mit den Kostenträgern hält, individuell ab.

Ein Qualitätskodex verpflichtet die Dienstleister zu Standards und Umgangsformen, die nach Brechmanns Worten weit über Norm und täglicher Praxis ambulanter Dienste liegt und dem Hilfebedürftigen eine individuelle Versorgung nach seinen persönlichen Wünschen garantiert. Kosten entstehen erst, wenn tatsächlich Hilfen in Anspruch genommen werden, es gibt keine Pauschale.

Für W.I.B.K.E. sind neben den Leistungen aus der Pflegeversicherung vor allem die Gelder interessant, die der Landschaftsverband in deutlich höherem Umfang für die Betreuung junger Behinderter zur Verfügung stellt.

Wolfgang Bille, zweiter W.I.B.K.E.-Vorsitzender, und seine Mitstreiterin Dagmar Wenner riefen zur Unterstützung auf. Wer das Angebot nutzen und/oder bei der Umsetzung im Verein mitarbeiten möchte, kann sich telefonisch melden. bkr

Kontakt: Wolfgang Bille, Tel. 534631; Dagmar Wenner, Tel. 3168 (tagsüber) und 534775.

 

 

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Werner Investoren legen das W.I.B.K.E-Wohnprojekt auf

15.08.2008 · WERNE/BIELEFELD Die Behinderteninitiative W.I.B.K.E. hat sich buchstäblich auf den Weg gemacht, das angestrebte Wohnprojekt in die Tat umzusetzen: Mit Bürgermeister Rainer Tappe, weiteren Vertretern der Verwaltung und dem Investor haben einige Vereinsmitglieder gestern in Bielefeld einige Vorzeigeanlagen besichtigt, die der Beispiel gebende Verein Alt und Jung e.V. mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft WBG realisiert hat.

Denn der Umweg über Ostwestfalen führt wohl zum Ziel: Die Brüder Dieter und Jürgen Grunewald haben eine entsprechende Planung für ihr etwa 3000 Quadratmeter großes Grundstück am Heckhof auflegen lassen und würden mehr als die Hälfte der barrierefreien Wohnungen dort für das W.I.B.K.E.-Vorhaben nach dem Bielefelder Vorbild zur Verfügung stellen.

Dafür legen sich nun alle Beteiligten ins Zeug: W.I.B.K.E. sucht weitere Mitstreiter, um den zusätzlich erforderlichen Trägerverein zu gründen, der "LebensART" heißen und dem Wohnprojekt diesen Namen geben soll. Dabei steht Alt und Jung ebenso Pate wie beim Einzug unter das Dach eines Wohlfahrtverbandes, der zur Abrechnung der Betreuungsleistungen berechtigt ist.

Architektin Gabi Bülhoff wird im Benehmen mit der Bauverwaltung abstimmen, wie sich ihr Entwurf für ein Staffelgebäude mit Flachdach in die Vorgaben aus dem Bebauungsplan einfügt. Bürgermeister Tappe ist von dem Entwurf jedenfalls angetan und möchte mit seinem Haus diese Alternative zum klassischen Wohnungsbau auf jeden Fall wohlwollend begleiten. "Es ist toll, dass der Verein einen Investor gefunden hat, der diese alternative Wohnform schaffen will. Das können wir nur unterstützen", gab Tappe eine erste Einschätzung. Und: "Der Entwurf gefällt mir gut. Ganz entscheidend ist aber die zentrale Lage, weil sie älteren Bewohnern wie jüngeren Behinderten eine Teilhabe am Leben ermöglicht."

Das ist genau das Ziel des Vereins. Die in den Mitgliedsfamilien lebenden Kinder und Jugendliche mit Handicap - und nicht nur die - sollen in ein möglichst selbstständiges Leben entlassen werden. bkr

 

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Von orkwerne am Montag, 18.08.2008 um 15:04 Uhr

Werner Investoren legen das WIBKE-Wohnprojekt auf

Schade das man keinen Videokommentar abgeben kann,denn dann könnten die Beteiligten meinen Applaus sehen und hören.Schon der Aufzug an der Fürstenhofschule war eine super Leistung des Vereins.Wenn dieses Wohnprojekt realisiert wird dann kann ich nur sagen;Hut ab vor allen die sich hier anstrengen.

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W.I.B.K.E.: Anregungen für integratives Wohnen in Bielefeld geholt

Von Daniel Claeßen am 16. August 2008 07:20 Uhr

WERNE/BIELEFELD Der Verein „Werneraner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene“ (W.I.B.K.E.) hat Großes vor: Auf einem Grundstück am Heckhof soll ein Wohnkomplex entstehen, in dem behinderte und nicht behinderte, alte und junge Menschen gemeinsam leben. Als Vorbild dient das „Bielefelder Modell“. Mitglieder des Vereins und der Stadtverwaltung besuchten deshalb am Freitag die Wohnsiedlung in Bielefeld.

Die Werner Delegation machte sich vor Ort ein Bild vom "Bielefelder Modell".

Foto Claeßen

Werner Stede von der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (BGW) erklärte den Gästen die Funktionsweise: „Die BGW ist Investor und baut die Häuser, in denen unsere Kooperationspartner die Versorgung sicherstellen.“

Die Partner sind in der Regel ambulante Pflegedienste mit freiberuflichen Betreuern. Sie können rund um die Uhr in Anspruch genommen werden, ohne dass eine Pflegepauschale gezahlt wird.

Selbstfinanzierung des Dienstes

„Die Partner haben ein Vorschlagsrecht, um einige ihrer Patienten in den Wohnungen unterzubringen“, so Stede. Außerdem würden sie von Menschen in Anspruch genommen, die in unmittelbarer Nähe zum BGW-Haus lebten. Stede: „So kann sich der Dienst auf diese Weise selbst finanzieren.“

Leben und Wohnen

Die übrigen Wohnungen in den Komplexen werden frei vermietet – wobei die Gesellschaft laut Stede penibel darauf achtet, dass kein Heimcharakter entsteht: „Es geht dort wirklich ums Leben und Wohnen.“ Einen großen Beitrag liefern auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die in den Wohncafés und Nachbarschaftstreffs die Gäste und Bewohner mit Speisen und Getränken versorgen.

Investoren bereits gefunden

Wie die Umsetzung des Modells in Werne aussehen wird, steht laut W.I.B.K.E. noch nicht fest. Giesela Middeldorf: „Wir werden einen Verein gründen, der als Kooperationspartner die Betreuung sicherstellen wird.“ Auch Investoren für den Hausbau sind bereits gefunden.

Wer Interesse an einer Arbeit im Betreuungsverein hat, kann sich beim 2. Vorsitzenden von W.I.B.K.E., Wolfgang Bille, unter Tel. 534631 melden. 

 

 

 

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"Lebensart" kümmert sich um Bewohner des integrativen Wohnprojekts

STOCKUM Der nächste Meilenstein für das integrative Wohnprojekt am Heckhof ist gesetzt: Am Montagabend gründete sich im Pfarrheim St. Sophia in Stockum der Verein "Lebensart", der die Betreuung der künftigen Bewohner organisieren und Fördergelder generieren soll.

Die 19 Gründungsmitglieder bestimmten Wolfgang Bille zum ersten Vorsitzenden. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Bettina Grunewald und Dagmar Wenner gewählt.

Erste Amtshandlung des neuen Vorstands wird der Antrag auf Aufnahme in den Paritätischen Wohlfahrtsverband sein, dem sich "Lebensart" als neutralem Dachverband anschließen will. Der Jahresbeitrag wurde auf 12 Euro festgelegt, Schüler, Studenten, Wehr- und Ersatzdienstleistende zahlen die Hälfte.

Bielefelder Modell als Vorbild

"Wir wurden in der Vorbereitung durch den Verein ,Alt und Jung hervorragend begleitet", schickte der neue Vorsitzende einen Dank nach Bielefeld. Das dortige Wohn-Modell, bei dem "Alt und Jung" als Kooperationspartner mit den Investoren der Wohnheime zusammenarbeitet, dient als Vorbild für Werne.

"Wir haben deshalb auch die Satzung übernommen", so Bille. Die anfängliche Überlegung, den eigenen Verein "Alt und Jung Werne" zu nennen, wurde jedoch verworfen: "Auch wenn wir weiterhin von den Bielefeldern begleitet werden, wollen wir doch eine eigene Identität."

"Lebensart" darf Fördergelder beantragen

Der neue Verein darf - im Gegensatz zu "W.I.B.K.E." - bei Krankenkassen oder Landschaftsverbänden Fördergelder beantragen, die dann für die Betreuung und Pflege der Bewohner im künftigen Wohnheim am Heckhof verwendet werden können. Bille und Co. sind außerdem befugt, Arbeitsverträge mit Betreuern und Pflegern abzuschließen.

Info und Kontakt: Wolfgang Bille, Lindenstraße 8, 59368 Werne, Tel. (02389) 53 46 31.

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Mittwoch, 05. November 2008  |  Quelle: Ruhr Nachrichten (Werne)

 

 

WIBKE plant integratives Wohnprojekt

Von Elisabeth Plamper am 17. Juni 2008 13:33 Uhr

WERNE „Wir haben einen Investor gefunden“, teilte Wolfgang Bille, Vorsitzender des Vereins „Werner integrieren behinderte Kinder und Erwachsene“ (WIBKE) mit. Damit werde inntegratives Wohnen demnächst auch in Werne möglich.

0808WE-WIBKE INTERVIEW

Integrative Ferienlager für Jugendliche mit und ohne Behinderungen stehen ebenfalls auf dem Programm von WIBKE.

Foto: Archiv

Das geplante Wohnprojekt soll nach dem Vorbild des „Bielefelder Modells“ entstehen. Über die Details will der Verein in naher Zukunft noch genauer informieren. Geplant ist unter anderem ein Ortstermin in Bielefeld mit dem Investor, Vertretern der Stadt und interessierten Bürgern.

Wohnungen mit Komplettversorgung

Vor gut zwei Jahren, im März 2006, stellten die WIBKE-Mitglieder Elisabeth Grieseler-Middendorf, Ute Heuser und Dagmar Wenner erstmals das Mietwohnprojekt „Heinrichstraße“ in der ostwestfälischen Stadt vor. Es bietet sowohl Wohnungen mit einer Komplettversorgung für Menschen mit Behinderung als auch Wohnraum für Menschen ohne gesundheitlichen Einschränkungen.

„Soviel Selbständigkeit wie möglich – soviel Hilfe wie nötig" – so der Grundgedanke. Ausschlaggebend sich für ein solches zukunftsorientiertes, soziales Wohnprojekt auch in Werne zu engagieren, waren unter anderem die Überlegungen: „Was wird aus unseren Kindern mit Behinderung, wenn sie erwachsen werden oder wir als Eltern beispielsweise aus Altersgründen nicht mehr für sie sorgen können.“

Unterstützung fand WIBKE damals bei weiteren Organisationen wie beispielsweise der Initiative Down-Syndrom Kreis Unna e. V. (IDS).

Positiver Jahresrückblick

In seiner Jahreshauptversammlung am Montag blickte der Verein auf ein positives Geschäftsjahr 2007 mit zahlreichen Veranstaltungen, die auch in der Öffentlichkeit auf gute Resonanz stießen, zurück.

Der Verein WIBKE setzt sich für integratives Wohnen in Werne ein.

Foto: Plamper

Für das kommende Jahr stehen die Veranstaltungen ebenfalls fest. Zu den Höhepunkten zählen die „80-er und 90-er-Party“ im Jugendzentrum Rapunzel am 23. August 08 unter Federführung von Anna-Lena Roemer und Sandra Kipp.

Eine „Tour auf Rollen“ ist im Mai 09 geplant. Die Weiterführung des wöchentlich stattfindenden „Schachcafés“ ist durch Sponsoring ebenfalls gesichert“, bestätigte Dagmar Wenner. Um seine Arbeit auch in Zukunft in bewährter Weise durchzuführen und auch auszuweiten wünscht sich der Verein allerdings noch weitere neue Mitglieder. 

Kontakt: W.I.B.K.E. e. V. Dagmar Wenner, (0 23 89) 31 68; www.werne.de/FIT/wibke.htm; www.altundjung.org

 

 

 

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"Lebensart" kümmert sich um Bewohner des integrativen Wohnprojekts

Von Daniel Claeßen am 4. November 2008 16:50 Uhr

STOCKUM Der nächste Meilenstein für das integrative Wohnprojekt am Heckhof ist gesetzt: Am Montagabend gründete sich im Pfarrheim St. Sophia in Stockum der Verein "Lebensart", der die Betreuung der künftigen Bewohner organisieren und Fördergelder generieren soll.

1105WE-LEBENSART VORSTAND 2

Der neue Vorstand von Lebensart: Bettina Grunewald (l.), Wolfgang Bille und Dagmar Wenner.

Foto: Daniel Claeßen

Die 19 Gründungsmitglieder bestimmten Wolfgang Bille zum ersten Vorsitzenden. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Bettina Grunewald und Dagmar Wenner gewählt.

Erste Amtshandlung des neuen Vorstands wird der Antrag auf Aufnahme in den Paritätischen Wohlfahrtsverband sein, dem sich "Lebensart" als neutralem Dachverband anschließen will. Der Jahresbeitrag wurde auf 12 Euro festgelegt, Schüler, Studenten, Wehr- und Ersatzdienstleistende zahlen die Hälfte.

Bielefelder Modell als Vorbild

"Wir wurden in der Vorbereitung durch den Verein ,Alt und Jung' hervorragend begleitet", schickte der neue Vorsitzende einen Dank nach Bielefeld. Das dortige Wohn-Modell, bei dem "Alt und Jung" als Kooperationspartner mit den Investoren der Wohnheime zusammenarbeitet, dient als Vorbild für Werne.
 
"Wir haben deshalb auch die Satzung übernommen", so Bille. Die anfängliche Überlegung, den eigenen Verein "Alt und Jung Werne" zu nennen, wurde jedoch verworfen: "Auch wenn wir weiterhin von den Bielefeldern begleitet werden, wollen wir doch eine eigene Identität."

"Lebensart" darf Fördergelder beantragen

Der neue Verein darf - im Gegensatz zu "W.I.B.K.E." - bei Krankenkassen oder Landschaftsverbänden Fördergelder beantragen, die dann für die Betreuung und Pflege der Bewohner im künftigen Wohnheim am Heckhof verwendet werden können. Bille und Co. sind außerdem befugt, Arbeitsverträge mit Betreuern und Pflegern abzuschließen.

Info und Kontakt: Wolfgang Bille, Lindenstraße 8, 59368 Werne, Tel. (02389) 53 46 31.